Wir werfen einen Blick in die Zahlen: Für 2020 erwarten Fachleute einen Anstieg auf rund 510.000 Krebsneuerkrankungen. Dabei steigen in Deutschland die Überlebenschancen nach einer Krebsdiagnose und gehören zu den höchsten in Europa.

Ein Blick auf den Swiss Life-Bestand: Bei Frauen schlägt der Krebs öfter zu

Mit dem Krankheitsbild Krebs geht häufig ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben einher. Das zeigt eine Datenauswertung unseres Bestands an Leistungsempfängern aufgrund einer Berufsunfähigkeitspolice (BU) aus den vergangenen zehn Jahren – mit zum Teil deutlichen Unterschieden zwischen den Geschlechtern.

• Bei Frauen zwischen 21 und 30 Jahren ist Krebs bei 9 % aller BU-Leistungsfälle die Krankheitsursache – und damit ein doppelt so hoher Anteil wie bei den Männern (knapp 4 %).
• Im Alter zwischen 31 und 40 Jahren sind Frauen mit 15 % anteilsmäßig sogar dreimal so häufig von Krebs als BU-Ursache betroffen wie Männer (5 %).
• Bei den Männern zwischen 51 und 60 Jahren steigt der prozentuale Anteil von Krebs als BU-Ursache mit 11 % zwar an, trotzdem ist bei Frauen mit 16 % Krebs deutlich häufiger der Grund für eine Berufsunfähigkeit.

Akuthilfe: Antei BU-Ursache Krebs nach Alter und Geschlecht
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Dr. Karsten Filzmaier

Mediziner und Experte in medizinischen Versicherungsfragen bei der Beratungsgesellschaft we4impact

"Diesen hohen prozentualen Unterschied zwischen Männern und Frauen mit Krebs als BU-Ursache lassen darauf schließen, dass Brustkrebs hier eine wesentliche Rolle spielt. Leider wird die Diagnose Brustkrebs nicht selten auch bei jüngeren Frauen gestellt. Doch dank des medizinischen Fortschritts und regelmäßiger Untersuchungen zur Früherkennung sind die Heilungschancen in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und die Prognose ist mittlerweile im überwiegenden Teil der Fälle günstig. Entsprechend hoch ist hier auch die sogenannte Reaktivierungsrate, d.h. dass die betroffenen Frauen häufig nach ein bis zwei Jahren wieder in ihren Beruf zurückkehren können."

Neue Zahlen zu Krebs in Deutschland

„Erfreulicherweise beobachten wir für viele Krebsarten eher rückläufige Erkrankungsraten, aber trotzdem steigt die Gesamtzahl der Krebserkrankungen aufgrund der Alterung der Gesellschaft“, so die Aussage von Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), in der Pressemeldung „Neue Zahlen zu Krebs in Deutschland“ vom 17.12.2019.

Das RKI schätzt dabei, dass 2016 in Deutschland rund 492.000 Menschen neu an Krebs erkrankten. Etwa die Hälfte der bösartigen Tumore betraf Brust (68.900), Prostata (58.800), Dickdarm (58.300) und Lunge (57.500). Für das Jahr 2020 sagen Fachleute einen Anstieg auf rund 510.000 Krebsneuerkrankungen voraus. Vergleicht man die Zahlen mit der Lage im Jahr 1970, hat sich die Zahl der Betroffenen fast verdoppelt. Doch ein genauerer Blick auf die Zahlen zeige laut RKI auch, woran das liegt: Zum einen gibt es einen Rückgang an anderen Erkrankungen, die früher lebensbedrohlich waren. Zum anderen gilt: Je älter man wird, desto höher wird auch das Risiko, Krebs zu bekommen. Denn viele Krebsarten entstehen erst im fortgeschrittenen Alter, wenn Zellen und Gewebe bereits einen verminderten Stoffwechsel aufweisen. Daneben spielen auch (ungesunde) Lebensstilfaktoren eine Rolle.

Krebs ist hierzulande die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach Angaben des RKI erkrankt in Deutschland fast jeder Zweite an Krebs: Bei Frauen beträgt das Lebenszeitrisiko 42,6 %, bei Männern 47,5 %.
In Deutschland überlebten derzeit 65 % aller an Krebs erkrankten Menschen für mindestens fünf Jahre. Damit sei Deutschland zwar international weit vorn. Das bedeute aber auch, „dass 35 % aller Mitbürger, die an Krebs erkranken, eben nicht fünf Jahre überleben“, so der Chef des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), Michael Baumann, in der Pressemitteilung des DKFZ vom 03.09.2018.

Krebs: Männer trifft es eher im Alter, Frauen mehr in mittleren Jahren

Das Gesamt-Krebsrisiko von Frauen und Männern ist unterschiedlich, ebenso wie die Verteilung der häufigsten Krebsarten. Aber im Alter nimmt das Risiko bei beiden Geschlechtern zu. Auch das Krebsrisiko für bestimmte Tumorarten ändert sich im Lauf des Lebens. Bei Kindern ist Leukämie die häufigste Krebsart. Das gilt sowohl für Mädchen als auch für Jungen. Bei Erwachsenen sieht das anders aus, stellte der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in einer Veröffentlichung vom 06.09.2018 fest: Danach gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen, zudem wird das statistische Risiko vom Alter mitbestimmt.

In der Lebensmitte trifft es Frauen häufiger – ab 55 tragen Männer ein höheres Krebsrisiko

Mit dem Alter steigt das Krebsrisiko

Je älter man wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung. Das bedeutet: Kinder erkranken statistisch gesehen nur selten an Krebs, während ältere Menschen deutlich häufiger betroffen sind. Fast zwei von drei Krebsbetroffenen waren beispielsweise 2014 über 64 Jahre alt. Krebs entsteht nicht von heute auf morgen: In der Regel vergehen viele Jahre, bis sich aus gesunden Zellen ein Tumor entwickelt. Das ist der Hauptgrund dafür, dass die meisten Krebsbetroffenen bereits älter sind, wie der Krebsinformationsdienst (Deutsches Krebsforschungszentrum) in seiner Meldung vom 06.09.2018 festgestellt hat.

Männer bekommen häufiger Krebs
Die häufigsten Krebsarten in Deutschland

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Die drei gefährlichsten Krebsarten

Die folgenden Krebsarten widerstehen entweder den Therapie-Optionen oder wachsen so schnell,
dass sie erst entdeckt werden, wenn es fast schon zu spät ist. 

Bauchspeicheldrüsenkrebs hat die niedrigste Überlebensrate

Bauchspeicheldrüsenkrebs hat die niedrigste Überlebensrate

Weil bösartige Neubildungen hier in einem frühen Stadium praktisch kaum Beschwerden machen, wird diese Krebsart meist erst spät erkannt.

Im Jahr 2016 erkrankten etwa 18.400 Menschen an Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) – fast ebenso viele Personen starben an dieser Erkrankung aufgrund der ungünstigen Prognose, wie das Robert Koch-Institut ermittelte.
Rauchen, Passivrauchen und starkes Übergewicht begünstigen die Erkrankung. Aber auch chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse und Vorerkrankungen wie Diabetes Typ II gelten als Risikofaktoren, auch wenn in vielen Fällen keine konkrete Ursache ermittelt werden kann.

Leberkrebs tritt glücklicherweise nur selten auf

Leberkrebs tritt glücklicherweise nur selten auf

Leberkrebs verursacht zu Beginn nur selten Beschwerden. Oft werden Lebertumore eher
zufällig im Rahmen von Routineuntersuchungen gefunden. In Deutschland treten derzeit rund 9.000 neue Fälle pro Jahr auf; dem stehen fast 8.000 Todesfälle gegenüber, zeigen die Krebsregisterdaten des Robert Koch-Instituts.

Einer von 88 Männern und eine von 190 Frauen in Deutschland entwickeln im Laufe ihres Lebens
einen bösartigen Lebertumor. Männer erkranken durchschnittlich mit 71 Jahren, Frauen mit

74 Jahren. Hauptrisikofaktor für Leberkrebs ist die Leberzirrhose (Schrumpfleber). Hauptursachen dafür sind chronischer Alkoholmissbrauch,
Hepatitis B oder C, aber auch starkes Übergewicht und Diabetes.

Lungenkrebs – steigende Tendenz bei Frauen

Lungenkrebs – steigende Tendenz bei Frauen

Im Jahr 2016 erkrankten etwa 21.500 Frauen und 36.000 Männer an bösartigen Tumoren der Lunge, rund 16.500 Frauen und 29.300 Männer verstarben laut den Zahlen der Krebsregisterdaten des RKI an dieser Erkrankung.

Lungenkrebs gehört zu den prognostisch ungünstigen Tumoren, was sich in einer niedrigen
relativen Fünf-Jahres-Überlebensrate von rund 21 % bei Frauen und 15 % bei Männern ausdrückt. Die Erkrankungs- und Sterberaten entwickeln sich bei beiden Geschlechtern gegenläufig. Seit Ende der 1990er Jahre stiegen sie bei den Frauen an, während die Raten der Männer im gleichen Zeitraum zurückgingen. Dieser Trend dürfte auf den gestiegenen Nikotinverbrauch bei Frauen in den letzten Jahrzehnten zurückzuführen sein.

So können Sie das Krebsrisiko reduzieren

Es ist ganz einfach: gesund leben!
Mindestens 40 % der Krebsfälle ließen sich durch einen gesünderen Lebensstil vermeiden, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums und der Deutschen Krebshilfe vom 10.09.2019. Die Experten raten vor allem zu einer gesundheitsbewussteren Lebensweise. Die Kriterien dafür seien zwar den meisten Menschen bekannt, würden im Alltag aber dennoch nicht gut umgesetzt. Kurz gesagt: Mit einer Änderung hin zu einem gesunden Lebensstil ist schon viel gewonnen.

So können Sie das Krebsrisiko reduzieren

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