Eine repräsentative Umfrage von Swiss Life Deutschland zeigt: Die meisten Deutschen fühlen sich für den Pflegefall finanziell schlecht abgesichert – und trotzdem haben nur wenige privat vorgesorgt. Die größte Sorge ist nicht das Geld, sondern der Verlust der Selbstständigkeit. Die Studie macht deutlich: Der Beratungsbedarf ist riesig – und die Zeit zu handeln ist jetzt.
Ergebnisse im Überblick
- Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich für den Fall von Pflegebedürftigkeit finanziell schlecht abgesichert (67 %)
- Nur 9 % haben eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen
- Verlust der Selbstständigkeit ist die größte Sorge bei Pflegebedürftigkeit (69 %)
- 61 % der Menschen ohne Pflegezusatzversicherung wurden noch nie auf das Thema Pflege angesprochen
Pflegebedürftigkeit ist als drängendes Thema längst im Alltag der Menschen in Deutschland angekommen: So haben 59 Prozent der Bevölkerung bereits persönliche Erfahrung mit dem Thema Pflege – sei es durch Beobachtung im eigenen Umfeld (36 %) oder weil sie selbst einen Angehörigen gepflegt haben (23 %). Und doch klafft zwischen Risikobewusstsein und tatsächlicher Vorsorge eine erschreckende Lücke. Das zeigt eine repräsentative Befragung von 2.015 Personen, die YouGov im Auftrag von Swiss Life Deutschland durchgeführt hat.
Fehlende Unabhängigkeit als größte Sorge
Was Menschen im Pflegefall am meisten fürchten, ist nicht in erster Linie der finanzielle Verlust – sondern der Verlust ihrer Selbstständigkeit. 69 Prozent nennen die Abhängigkeit von anderen als ihre größte Sorge, noch vor der persönlichen finanziellen Belastung (47 %) und körperlichen Schmerzen (38 %). Das Bedürfnis nach Selbstbestimmung – auch im Alter – steht damit klar im Mittelpunkt.
Das zentrale Paradox: Wissen ohne Handeln
Die Kosten einer Pflegebedürftigkeit sind vielen Menschen durchaus bewusst: 41 Prozent schätzen den monatlichen Eigenanteil realistisch auf 3.000 Euro oder mehr. Gleichzeitig fühlen sich 67 Prozent für den Fall von Pflegebedürftigkeit finanziell schlecht oder sehr schlecht abgesichert – 28 Prozent davon sogar sehr schlecht. Und dennoch: Nur 9 Prozent der Befragten haben eine private Pflegezusatzversicherung abgeschlossen. 57 Prozent sehen dafür aktuell „keine Notwendigkeit" und verlassen sich stattdessen mehrheitlich auf die gesetzliche Pflegeversicherung und Sozialleistungen (56 %) – obwohl diese die tatsächliche Kostenlücke bei Weitem nicht schließt. Schon jetzt liegt der Eigenanteil für einen stationären Pflegeplatz im Bundesdurchschnitt über 3.300 Euro monatlich. Allein diese Kosten können sich über die Jahre zwischen 150.000 und 300.000 Euro bewegen, je nachdem, ob die Pflege zuhause oder vollstationär in einem Pflegeheim stattfindet*.
Betreutes Wohnen als Zukunftsmodell
Auch das Wunschbild für die eigene Pflegesituation hat sich gewandelt: Fast die Hälfte der Befragten (47 %) wünscht sich betreutes Wohnen mit Unterstützung durch Dritte bei Bedarf – weit vor der Pflege durch Angehörige zuhause (24 %) und dem Pflegeheim (14 %). Pflege und Wohnen im Alter werden damit zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema, das weit über die Versicherungsbranche hinausreicht. „Dieses Ergebnis zeigt: Beim Thema Pflege sind die Wünsche so individuell wie die Menschen selbst. Doch um sich die Wahlfreiheit zu erhalten, wo und wie die Pflege stattfindet, braucht es auch eine finanzielle Grundlage, die das möglich macht", sagt Holzer.
Wer Pflege erlebt, handelt
Die Studie zeigt auch: Persönliche Erfahrung ist der stärkste Auslöser für Vorsorge. Von denjenigen, die eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen haben und Pflege im eigenen Umfeld erlebt haben, geben 45 Prozent an, dass genau diese Erfahrung ihre Entscheidung beeinflusst hat. „Ein klares Signal: Knapp die Hälfte der Menschen, die Pflegebedürftigkeit einmal hautnah erlebt haben, kommen ins Handeln. Persönliche Erfahrung kann also ein Auslöser sein – aber sie darf nicht die Voraussetzung für Vorsorge sein. Denn viele andere Befragte haben Pflegebedürftigkeit in ihrem Umfeld erlebt und handeln trotzdem nicht. Genau dort müssen wir früher ansetzen", betont Holzer.
Enormes Potenzial: Millionen Menschen brauchen Beratung
Besonders aufschlussreich ist der Befund zur Beratungssituation: 61 Prozent der Menschen ohne Pflegezusatzversicherung wurden noch nie – weder von ihrer Bank noch von einem Versicherungsvermittler – auf das Thema Pflegevorsorge angesprochen. Weitere 23 Prozent haben gar keinen festen Ansprechpartner für Finanzfragen.
„Die Studie macht deutlich: Millionen Menschen in Deutschland sind beim Thema Pflegevorsorge noch ohne professionelle Beratung – obwohl der Bedarf längst da ist. Deshalb setzen wir hier auch auf intensive Schulungsformate für unsere Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner“, sagt Holzer. „Wenn wir gemeinsam den Menschen eine fundierte, individuelle Pflege-Beratung bieten, leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Selbstbestimmung der Kundinnen und Kunden, sondern schaffen für sie dauerhaften Mehrwert für einen der wohl wichtigsten Lebensabschnitte, den wir alle früher oder später erleben werden.“
Vertrauen entscheidet – nicht der Preis
Wenn es um die Wahl eines Anbieters geht, zählt für die Befragten vor allem eines: Vertrauen. 73 Prozent halten faire Behandlung im Leistungsfall für „sehr wichtig" – genauso viele fordern Verlässlichkeit und Sicherheit (73 %). Schnelle Leistungsabwicklung folgt dicht dahinter (70 %). Der Preis? Landet mit 64 Prozent „sehr wichtig" deutlich dahinter. Ein klares Signal: Bei Pflegebedürftigkeit zählen Qualität und Verlässlichkeit mehr als der Preis. „Die Menschen wissen genau, worauf es ankommt – und das ist nicht der günstigste Preis, sondern ein Partner, dem sie vertrauen können. Das gilt für uns bei Swiss Life als Versicherer für alle Lebenssituationen unserer Kundinnen und Kunden – und ganz besonders dann, wenn es um das Thema Pflege geht", sagt Holzer.
*Quelle: Statista
Über die Studie
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden 2.015 Personen im Zeitraum vom 09.-11.09.2026 befragt. Die Erhebung ist repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren (quotiert nach Alter, Geschlecht und Region). Quelle: YouGov Deutschland.
Swiss Life Deutschland bietet mit dem Swiss Life Pflege- & Vermögensschutz eine private Pflegerentenversicherung, die im Fall von Pflegebedürftigkeit eine monatliche Rente auszahlt – frei verfügbar und individuell auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt. Zudem bietet Swiss Life den Beschäftigten der Versorgungswerke MetallRente und KlinikRente als Konsortialführerin ebenfalls eine Pflegeabsicherung an, deren Lösungen optimal auf die jeweiligen beruflichen Anforderungen der Beschäftigten zugeschnitten sind. Weitere Informationen unter www.swisslife.de.