Eine Studie des Vorsorgeunternehmens Swiss Life Deutschland zeigt: Ein Drittel der Deutschen ist aktuell oder war in der Vergangenheit von einer Depression betroffen. Psychische Leiden sind mittlerweile Hauptgrund für ein Ausscheiden aus dem Berufsleben.

Susanne Unterburger begleitet depressive Menschen bei der Beantragung von Leistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) von Swiss Life. Im Interview klärt sie über die Krankheit auf und gibt Tipps zum BU-Rentenantrag.

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Wer ist von Depressionen besonders betroffen?

Unsere aktuellen Studienergebnisse bestätigen meine Erfahrungen aus der Praxis: Eine Depression kann wirklich jeden treffen. Gerade junge Menschen erkranken häufig.

Was löst eine Depression aus?

Depressionen haben viele Ursachen. Dazu zählen zum Beispiel neurobiologische Störungen oder eine genetische Veranlagung. Oft ist es auch ein Zusammenspiel aus unterschiedlichen Faktoren. Psychosoziale Belastungen wie Stress spielen eine entscheidende Rolle.

Wo finden Betroffene Hilfe?

Erster Ansprechpartner kann ein Hausarzt sein. Bei Bedarf überweist dieser an einen Facharzt oder Psychotherapeuten. Außerdem finden Betroffene zum Beispiel auf der Website der Stiftung Deutsche Depressionshilfe zahlreiche Kontakte, an die sie sich wenden können.

Sie bearbeiten bei Swiss Life Fälle, bei denen es um einen Antrag auf Berufsunfähigkeit aufgrund einer Depression geht. Was haben Sie durch Ihre Arbeit gelernt?

Mir ist klar geworden, wie wichtig eine rechtzeitige Vorsorge ist. Die Psyche ist mit 37 Prozent mittlerweile die häufigste Ursache für das vorzeitige Ausscheiden aus dem Berufsleben. Im Falle einer Erkrankung und einer mindestens fünfzigprozentigen Berufsunfähigkeit sorgt dann eine Berufsunfähigkeitsversicherung für finanzielle Sicherheit. Mit meiner Arbeit bei Swiss Life unterstütze ich so Menschen dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Was bietet Swiss Life Kundinnen und Kunden?

Wir punkten mit sehr guten Produkten für Menschen, die noch zur Schule gehen, sich in einer Ausbildung oder im Studium befinden oder bereits mitten im Arbeitsleben stehen. Darüber hinaus bieten wir auch für Menschen, die in den angeschlossenen Branchen der MetallRente, KlinikRente und der ChemieRente arbeiten, eine Berufsunfähigkeitsversicherung an. Vor allem zeichnet uns unsere Zuverlässigkeit aus, wenn es darum geht, den Menschen dann zur Seite zu stehen, wenn sie die Versicherungsleistung brauchen. Unsere Leistungsanerkennungsquote von mehr als 84 Prozent ist im Branchenvergleich sehr hoch. Unsere Prozessquote ist mit 0,68 Prozent über die vergangenen 20 Jahre extrem niedrig.

Wie helfen Sie persönlich depressiven Menschen?

Das Schöne an meinem Job ist, dass ich betroffene Menschen auf ihrem Weg der Leistungsbeantragung begleiten kann. Wenn sie dann Leistungen von Swiss Life erhalten, können sie sich auf ihre Genesung konzentrieren.

Welche Tipps können Sie für die Leistungsbeantragung geben?

Man sollte den Mut haben, sich zu melden – und zwar rechtzeitig. Viele Betroffene wenden sich erst spät an die Versicherer, weil sie ihre Erkrankung lange nicht wahrhaben wollen.

Ab wann gilt man als berufsunfähig?

Das ist ein wichtiger Punkt: Viele Betroffene wissen nicht, was versichert ist. Sie denken, sie könnten sich erst melden, wenn sie für immer berufsunfähig sind. Dabei greift die Versicherung bereits bei einer Berufsunfähigkeit von mindestens sechs Monaten.

Was sind häufige Fehler bei der Leistungsbeantragung und wie können sie vermieden werden?

Im Interesse aller Versicherten müssen Leistungsansprüche sorgfältig geprüft werden. Umso wichtiger ist es, dass die Angaben vollständig, korrekt und überzeugend sind. Hier stehe ich den Versicherten als Ansprechpartnerin zur Seite. Was viele nicht wissen ist, dass ihre Berufsunfähigkeit durch einen fachärztlichen Befund nachgewiesen werden muss. Der Befund einer Hausärztin oder eines Hausarztes reicht in diesem Fall also nicht. Bei der Wahl der Fachärztin oder des Facharztes besteht jedoch freie Wahl.

Gehen Sie durch den beruflichen Kontakt anders mit dem Thema Depressionen um?

Mir ist deutlich geworden, wie wichtig es für die betroffenen Menschen ist, verstanden zu werden und sich aufgehoben zu fühlen. Nur so kann man sie motivieren, die nächsten Schritte zu gehen. Ich sage ihnen, dass sie mich anrufen dürfen, wenn es irgendwo im Prozess hakt. Das gibt ihnen Sicherheit, dann fühlen sie sich nicht allein. Sie brauchen Jemanden, der sich für sie Zeit nimmt. Die gebe ich ihnen.

Kurzbiografie

Susanne Unterburger ist Senior Expertin in der Leistungsabteilung von Swiss Life Deutschland. Sie begleitet unter anderem depressive Menschen bei der Beantragung von Leistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU).

Kontakt

Beate Berez

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