Mit ihrem Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) gibt Swiss Life Deutschland Einblicke in Finanzlage, Risiken und wesentliche Geschäftsbereiche.

Das Unternehmen erfüllt die Kriterien der Aufsichtsbehörden mit einer Bedeckungsquote von 438 Prozent ohne Übergangsmaßnahmen (2017: 404 Prozent) deutlich. 100 Prozent bräuchte man gemäß deren Vorgaben mindestens, um über ausreichende Kapitalreserven für Negativszenarien zu verfügen, die statistisch einmal in 200 Jahren eintreten. Mit Übergangsmaßnahmen liegt die Quote des Unternehmens bei 1.071 Prozent (2017: 906 Prozent).

„Wir können unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden selbst bei anhaltend niedrigen Zinsen erfüllen – das zeigen unsere Solvency-II-Quoten erneut deutlich“, sagt Jörg Arnold, CEO von Swiss Life Deutschland. „Das ist insbesondere von Bedeutung, wenn es um die Altersvorsorge oder Absicherung der Arbeitskraft geht. Denn mit unserer Kapitalstärke stellen wir sicher, dass wir den Kunden dauerhaft finanzielle Sicherheit als Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben bieten können.“ 

Damit das auch in Zukunft so bleibt, setzt Swiss Life weiter auf renditeorientierte Sachwert-Anlagen. „Grundlage für unsere Anlagestrategie bleiben unser Asset- und Liability-Management und unsere Kapitalstärke. Das heißt: Wir können auch in Anlageklassen investieren, die eine höhere Kapitalhinterlegung erfordern und höhere Renditen bieten, wie beispielsweise Infrastrukturanlagen oder Immobilien“, ergänzt Daniel von Borries, CFO von Swiss Life Deutschland.

Investiert wird über die zu Swiss Life gehörenden deutschen Immobiliengesellschaften BEOS, CORPUS SIREO und Swiss Life KVG sowohl in Bestandsimmobilien als auch in Projektentwicklungen. Die Investments werden über verschiedene Nutzungsarten wie Wohnen, Büro, Einzelhandel, Gesundheit und Hotel diversifiziert. Zu den jüngeren Ankäufen zählen beispielsweise die Quartiersentwicklung „Cologneo I“ für fast 10.000 Menschen in Köln oder der Premium-Bürokomplex „Oskar“ in München. Die Swiss Life-Gruppe gehört zu Europas größten Immobilieninvestoren.

Was ist Solvency II eigentlich?

Solvency II basiert auf einer EU-Richtlinie und ist ein Aufsichts- und Frühwarnsystem, das über die Solvabilität und Finanzlage der europäischen Versicherungen informieren soll. Ziel ist es, eine drohende Insolvenz möglichst frühzeitig zu erkennen und zu verhindern. Dafür sind alle Unternehmen seit 1. Januar 2016 dazu verpflichtet, einmal jährlich einen Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) zu veröffentlichen.

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