Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung haben Sie die Möglichkeit, Ihren Lebensstandard aufrecht zu erhalten, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können. Deshalb zählt sie zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Wir verraten Ihnen acht Tipps, die Sie beim Abschluss dieser Police beachten sollten.

Was ist das?

Wer krank wird und seinen Beruf nicht mehr ausüben kann, steht schnell vor finanziellen Herausforderungen. Die staatliche Absicherung (Erwerbsminderungsrente) ist knapp bemessen und wird nur unter bestimmten Bedingungen gezahlt. Der gewohnte Lebensstandard lässt sich damit in der Regel nicht halten. Für diesen Fall kann die private Berufsunfähigkeitsversicherung einspringen.

Wer braucht es?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für jeden sinnvoll, der einer Tätigkeit nachgeht und damit seinen Lebensunterhalt verdient. Das gilt insbesondere dann, wenn die Existenz von der Arbeitskraft und diesem Gehalt abhängt oder damit ein wesentlicher Anteil zum Lebensunterhalt einer Familie eingebracht wird. 

Tipp 1: Wer früh abschließt, spart Geld

Je früher Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, desto besser. Denn es gilt: je jünger umso günstiger. Und: Je später der Einstieg, desto größer das Risiko, dass bereits Krankheiten vorliegen, welche den Beitrag verteuern. Im schlimmsten Fall können Sie sich gar nicht mehr absichern.

Tipp 2: Ausreichend Berufsunfähigkeitsrente versichern

Je näher die Höhe der Berufs­unfähig­keitsrente Ihrem Netto­einkommen kommt, desto besser sind Sie im Ernstfall geschützt und können Ihre laufenden Ausgaben ausreichend decken. Grundsätzlich sollten Sie mindestens 75 Prozent Ihres aktuellen Nettoeinkommens bzw. mindestens 1.000 Euro absichern. 

Tipp 3: Das Absicherungsniveau halten

Nichts bleibt, wie es ist. Das gilt auch für die Kaufkraft des Geldes. Egal, in welcher Höhe Sie Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen: Achten Sie darauf, eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Beitragsdynamik abzuschließen. Dadurch steigt Ihre versicherte Leistung regelmäßig um einen festgelegten Wert an, so dass für Sie die Möglichkeit besteht, die Inflation ausgleichen zu können. 

Tipp 4: Die richtige Versicherungsdauer wählen

Sinnvollerweise  sollte die Berufsunfähigkeit für den Zeitraum der Berufstätigkeit abgeschlossen werden, also bis zum 65. bzw. 67. Lebensjahr. Diese Versicherungsdauer ist empfehlenswert, denn ab dem Alter von 67 sollten Sie mit der gesetzlichen Rente und der privaten Altersvorsorge Ihren Lebensunterhalt finanzieren können. 

Tipp 5: Gesundheitsfragen ehrlich beantworten

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, muss Fragen zum Gesundheitszustand beantworten. Vermeiden Sie fehlerhafte Angaben, sonst riskieren Sie im schlimmsten Fall Ihren Versicherungsschutz und erhalten keine Leistung. 

Tipp 6: Wählen Sie einen Tarif mit Nachversicherungsgarantie

Die Nachversicherungsgarantie gibt Ihnen die Möglichkeit, dass Sie die Berufsunfähigkeitsrente auf einen Schlag erhöhen können, wenn sich ihre Lebensumstände durch Heirat, Geburt eines Kindes, Gehaltserhöhung u.v.m. geändert haben. Eine erneute Gesundheitsprüfung ist dafür nicht erforderlich – auch wenn sich Ihr Gesundheitszustand zwischenzeitlich verändert hat. 

Tipp 7: Prüfen Sie, ob der Vertrag auf eine sog. abstrakte Verweisung verzichtet 

Achten Sie darauf, dass der Tarif auf eine abstrakte Verweisung verzichtet. Denn sieht die Berufsunfähigkeitsversicherung diese vor, kann Sie der Versicherer auf einen anderen Beruf verweisen, den Sie theoretisch noch ausüben könnten – unabhängig davon, ob es dafür eine offene Stelle gibt. Die monatliche Berufsunfähigkeitsrente erhalten Sie dann nicht. 

Tipp 8: Alternativen prüfen

Es gibt Fälle, in denen die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht klappt z. B. bei rein künstlerischen Berufen, wenn psychische Vorerkrankungen vorliegen oder weil aufgrund des Berufsbildes der Beitrag schlicht und ergreifend zu teuer wäre. Eine sinnvolle Alternative ist hier die Grundfähigkeitsversicherung.

Tipp 9: Teilzeit gefällig?

Sie sind in Teilzeit angestellt oder planen später vielleicht eine Teilzeit-Tätigkeit? Dann achten Sie darauf, dass der Vertrag im Leistungsfall eine spezielle Lösung für Teilzeitkräfte ohne jegliche Einschränkungen vorsieht.

Tipp 10: In Ausbildung? Aufgepasst!

Sie sind Schüler, Auszubildender oder Student? Dann achten Sie darauf, dass die Bedingungen klar regeln, dass Ihre konkrete Schulunfähigkeit, Ihre konkrete Ausbildungsunfähigkeit und Ihre konkrete Studierunfähigkeit abgesichert ist!

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