Wenn sich Start-ups zunehmende Umsätze und regelmäßig neue Kunden generieren, stehen sie vor einigen Herausforderungen. Das liegt nicht an der Qualität der Geschäftsidee, sondern einfach daran, dass sie wachsen. Zehn Tipps für Entrepreneure, um auf dem Weg zum Erfolg am Ball zu bleiben und im Wettbewerb zu bestehen.

Das Geschäftsmodell steht, die ersten Investoren sind im Boot – und jetzt startet das Business richtig durch! Entrepreneure glauben schon mal, die ganze Welt erobern zu können. Und das ist auch gut so. Denn sie haben eine Vision! Doch es gibt Dinge, die Gründer von Start-ups vor Herausforderungen stellen, vor allem dann, wenn das Unternehmen zunehmend Umsätze und neue Kunden generiert. Nicht immer liegt das an der Qualität der Idee, sondern einfach daran, dass das Unternehmen wächst. Zehn Tipps für Start-ups, um weiter zu wachsen und dabei erfolgreich zu sein:

Vom Gründer zum Manager: Zu Beginn macht ein Gründer vieles noch selbst, der gesamte Workflow liegt in seiner Hand. Mit der Zeit wandelt sich seine Rolle aber: Es wird nun seine Hauptaufgabe, andere zur Erfüllung von Aufgaben zu befähigen. Er entwickelt sich also vom Macher zum Manager.

Ideen auch mal überdenken: Fast jedes erfolgreiche Start-up hat seine Gründungsidee einmal geändert. Deshalb ist es wichtig, nicht stur an den eigenen Vorstellungen festzuhängen, sondern Produkte und Ideen anzupassen, wenn es notwendig ist. Die wohl schwierigste Entscheidung ist, festzustellen, dass ein Geschäftsmodell den eigenen Erwartungen nicht standhält. Den Mut aufzubringen, sich das einzugestehen, zählt zu den schwierigsten Herausforderungen eines Unternehmers.

Die Idee ist kein Geheimnis: Selten werden Ideen kopiert. Und falls dieser unwahrscheinliche Fall doch eintritt, sind die eigenen Kompetenzen als USP unschlagbar. Deshalb ist es besser, diese Gefahr einzugehen, als niemandem von der Idee zu erzählen. Geheimhaltungsvereinbarungen sind übrigens ein No-Go bei Investorinnen und Investoren.

Wirklich ein Problem lösen: Viele Entrepreneure denken zu wenig darüber nach, ob ihr Produkt ein konkretes Problem löst. Nutzern einen echten Mehrwert bieten – das sollte die Triebfeder von Geschäftsideen sein, die später zu wirtschaftlichem Erfolg führen. Daher: Nutzerinteresse überprüfen und regelmäßig auf die Konkurrenz schauen.

Die richtigen Leute ins Team holen: Start-ups sind der Inbegriff einer Team-Leistung. Ohne ein erfolgshungriges Team, das täglich bereit ist, die Grenzen des Möglichen zu verschieben, kann ein Start-up keinen Erfolg haben. Wichtig ist, dass man dieses Team nicht nur intern, sondern auch extern sieht, das heißt Gesellschafter, Investoren, Partner im Markt als Teil des Teams begreift und mit ihnen ein gutes Teamwork aufbaut. Anders herum gilt: Freundschaft schön und gut. Passen ein Partner oder ein Mitarbeiter nicht mehr ins Team, ist es Zeit, schmerzhafte Entscheidungen zu treffen.

Selbstbewusste Gründerin sitzt am Rechner und schaut in die Kamera.

Minimum Viable Product: Das Produkt muss keine eierlegende Wollmilchsau sein. Es ist oft besser, ein Produkt möglichst schnell mit den nötigsten Funktionen auf den Markt zu bringen. Andernfalls droht Overengineering, also die Gefahr, sich in Perfektionismus zu verstricken. Gerade unter deutschen Gründern ist es verbreitet, zu Beginn alles richtig und vollständig machen zu wollen. Dabei ist das kontraproduktiv. Gerade der Beginn einer Gründung macht eine Testphase erforderlich, nicht lange an etwas Perfektem zu bauen, sondern auf kleiner Flamme Dinge auszuprobieren.

Eine Geschäftsidee ist noch kein Geschäftsmodell: Mit einer Idee allein gewinnt man selten einen Blumentopf. Deshalb ist es wichtig, sich von Anfang an Gedanken darüber zu machen, aus welchen Gründen Menschen Geld für dieses Produkt ausgeben sollen. Das ist ein wichtiger Eckpfeiler für einen Businessplan. Wenn der steht, kann man damit auch andere vom wirtschaftlichen Potenzial der eigenen Idee überzeugen. Ob das Produkt gut ankommt, entscheiden seine Nutzer. Deshalb ist es wichtig, die potenzielle Zielgruppe gründlich kennenzulernen. Klare Definitionen erleichtern übrigens die Vermarktung.

Marketing nicht vergessen: Die meisten Start-ups investieren ihre kostbare Zeit in die Entwicklung des Produktes, vergessen jedoch eine Strategie, wie das Produkt erfolgreich vermarktet werden kann. Das beste Produkt ist jedoch nichts wert, wenn niemand darauf aufmerksam wird. Niemand wird kommen und ein Produkt nutzen, bloß weil es einfach gut ist. Vertrieb ist der am häufigsten unterschätzte Aspekt bei Start-ups. Wer langfristigen Erfolg genießen will, sollte von Beginn an eine Vertriebsstrategie haben.

Flüssig bleiben: Businesspläne, deren Finanzaufstellungen nicht der Realität gerecht werden, sind ein Klassiker der Startup-Welt. Entweder kalkulieren Gründer ihren Finanzbedarf viel zu niedrig und vergessen Kosten, oder sie setzen unrealistisch hohe Millionensummen an. Eine verlässliche Antwort gibt meist nur die unternehmerische Praxis. Bis dahin kann ein Austausch mit erfahrenen Unternehmern helfen. Zudem unterschätzen Gründer die Zeit, die vergeht, bis ihre Idee richtig durchstartet. Da kann das Geld schon zuneige sein, bevor überhaupt ein Stück verkauft wurde. Geld von externen Investoren ist grundsätzlich gut, aber kein Allheilsbringer. Denn dann müssen Gründer mit Einflüssen von Geldgebern rechnen.

Regelmäßig Feedback einholen: Fehler machen ist eine gute Sache, weil sich Lerneffekte einstellen. Sie sind ein wertvolles Instrument, sofern ein Unternehmen nicht denselben Fehler mehrfach macht. Dann bietet ein gezielter Trial-and-Error-Ansatz Einsichten für die eigene Geschäftsentwicklung. Feedback hilft, Risiken, Fehlentscheidungen und Falscheinschätzungen früh zu erkennen. Deshalb ist es wichtig, die eigene Idee von Experten auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Dabei hilft ein gutes Netzwerk.

Junge Gründerinnen und Gründer besprechen das Konzept ihres Start-ups

Stress pur hilft niemandem

Ein Start-up zu gründen heißt: lange Arbeitstage und kaum Auszeiten. Für eine Weile geht das sicher gut, auf Dauer aber hat permanenter Stress schwerwiegende, gesundheitliche Folgen. Dabei sollte gerade der Gründer einen klaren Kopf bewahren, wichtige Entscheidungen treffen, ist Ansprechpartner für Mitarbeiter und die feste Konstante des Unternehmens.

Hinzu kommt, dass das Ansehen eines Unternehmens in der Öffentlichkeit oft an seiner gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung gemessen wird – von der eigenen Mannschaft, bei Geschäftspartnern, Kunden und Investoren. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an auf eine professionelle Gesundheitsförderung zu setzen, die zu den Schwerpunkten im Unternehmen und zu den Bedürfnissen des Teams passt. Das gilt nicht nur für große Konzerne, sondern auch für junge Unternehmen: Denn wer auf regelmäßige Pausen setzt, ist produktiver, weniger gestresst, wird seltener krank und ist motivierter.

Selbst kleine und mittelständische Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern ein Jobrad, die Bezuschussung von Mitgliedsbeiträgen für Fitnessstudios oder ein gemeinsames Workout. Alternativ beschäftigen sie Dienstleister für eine aktive Mittagspause, die dann wiederum Ideen für ein betriebliches Gesundheitsmanagement mitbringen. Denn am Ende profitieren auch schon Start-ups von einem geringen Krankenstand und halten mit diesen Goodies Produktivität und Motivation hoch. Die körperliche und mentale Gesundheit, aber auch die Leistungsfähigkeit der Mannschaft ist ein entscheidender Wettbewerbs- und Erfolgsfaktor für Unternehmen, erst recht für junge.

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Richtig absichern von Anfang an

Bei allen Unwägbarkeiten und Herausforderungen im Zuge einer Firmengründung sollte auch das Thema Sicherheit mitgedacht werden. Neben dem Schutz des eigenen Unternehmens gehört vor allem die persönliche Absicherung der eigenen Gesundheit, dem eigentlichen „Motor“ eines jeden Gründers, dazu. Psychische Erkrankungen oder schwere Krankheiten lassen sich nicht vorhersehen und können dazu führen, dass die Arbeitskraft des Gründers entfällt. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann hier den passenden Schutz bieten.

Auch Mitarbeiter sind ein wesentlicher Bestandteil eines erfolgreich wachsenden Unternehmens, die es zu halten gilt. Sie können bei ihrem Vermögensaufbau, aber auch bei ihrer Absicherung der Arbeitskraft, durch vermögenswirksame Leistungen und betriebliche Vorsorge unterstützt werden. Nicht zuletzt kann der Unternehmer selbst, neben der gesetzlichen Rentenversorgung, für den eigenen Vermögensaufbau staatliche Förderungen nutzen und diese effektiv absichern.

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