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Wissenswertes zur Pflegeversicherung

Wann ist man pflegebedürftig?

Pflegebedürftige Menschen sind beispielsweise aufgrund einer Krankheit oder Behinderung bei alltäglichen Handlungen wie Ankleiden, Körperpflege oder Essen auf fremde Hilfe angewiesen. Und das voraussichtlich dauerhaft (mehr als 6 Monate) und täglich. Schwer Pflegebedürftige benötigen sogar mehrmals am Tag Hilfe. Schwerstpflegebedürftige sind rund um die Uhr auf Betreuung angewiesen. Vor allem im höheren Alter kann Pflegebedürftigkeit jeden treffen: Mehr als jeder dritte der über 80-Jährigen und fast zwei Drittel der über 90-Jährigen sind laut Statistik pflegebedürftig. Angesichts der steigenden Lebenserwartung haben aber auch junge und gesunde Menschen ein hohes Risiko, früher oder später zum Pflegefall zu werden. Die Pflegebedürftigkeit wird durch ein Gutachten von der Pflegekasse offiziell festgestellt.

Allerdings ist eine angemessene Versorgung im Pflegefall teuer – unabhängig davon, ob Sie ambulant oder stationär versorgt werden. Bedenken Sie: Falls Ihre eigenen Mittel nicht ausreichen, sind zunächst Ihre Kinder verpflichtet, im Rahmen des Elternunterhalts für Ihre Pflegekosten einzustehen. Erst danach springt der Staat ein. 

Gesetzliche Pflegeversicherung unzureichend

Seit 1995 gibt es die gesetzliche Pflegeversicherung. Die Mitgliedschaft ist obligatorisch: Kassenpatienten sind bei einer gesetzlichen Pflegekasse versichert, Privatpatienten bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen. Die Leistungen im Pflegefall sind jedoch identisch – und leider oft nicht ausreichend. 

Wichtig: Die gesetzliche Pflegeversicherung hilft Ihnen, die wichtigsten Maßnahmen zu finanzieren. Als eine Art Teilkaskoversicherung übernimmt sie jedoch nicht die gesamten Kosten. Die Differenz – oft mehrere hundert Euro – müssen Sie in der Regel im Pflegefall aus eigener Tasche bezahlen. Das kann schnell das Einkommen übersteigen und Ihre Ersparnisse aufbrauchen.

Das zahlt die gesetzliche Pflegekasse nicht:

Je nach Ausmaß der Pflegebedürftigkeit (Pflegegrad) beteiligt sich die gesetzliche Pflichtversicherung zwar an den Kosten für die ambulante Pflege zu Hause oder für die stationäre Pflege in einem Pflegeheim (Pflegesachleistung). Alternativ gibt es Geld für pflegende Angehörige oder andere ehrenamtliche Pfleger (Pflegegeldleistung). Doch oft übersteigen die tatsächlichen Kosten den staatlichen Zuschuss. Wenn Sie im Pflegeheim versorgt werden, zahlen Sie in der Regel zudem die Kosten für Unterkunft und Verpflegung aus eigener Tasche. Außerdem tragen Sie üblicherweise per Gesetz einen nicht unerheblichen Teil der stationären Pflegekosten selbst (Eigenanteil). Ohne zusätzliche Absicherung fehlt deshalb schnell ein Betrag von 1.500 bis 2.000 Euro – und das Monat für Monat. Wer ausreichend für den Pflegefall vorsorgen will, sollte rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um mögliche Finanzierungslücken zu schließen.

Private Vorsorge mit einer Pflegezusatzversicherung

Möchten Sie Ihr Vermögen im Pflegefall nicht komplett aufzehren oder die eigenen Kinder mit Ihren Pflegekosten belasten, sollten Sie mit einer privaten Pflegezusatzversicherung vorsorgen. Schon mit kleinen monatlichen Beiträgen können Sie sich gegen finanzielle Folgen längerer Pflegebedürftigkeit absichern. Auch Ihre erwachsenen Kinder können so vor Forderungen im Rahmen des Elternunterhaltes geschützt sein. Erhältlich sind folgende Verträge: 

  • Pflegetagegeldversicherung – zahlt im Pflegefall ein vereinbartes Tagegeld

  • Pflegekostenversicherung – erstattet im Pflegefall die von der gesetzlichen Pflichtversicherung nicht abgedeckten Pflegekosten

  • Pflegerentenversicherung – zahlt im Pflegefall eine frei verwendbare monatliche Rente 

Am meisten finanzielle Sicherheit für mehr Komfort und Lebensqualität verschafft Ihnen die Pflegerentenversicherung. Aber für alle drei Varianten gilt: Je früher Sie sich für einen möglichen Pflegefall absichern, desto günstiger sind die Beiträge.

1.600 Euro Versorgungslücke: Ohne Zusatzversicherung entsteht ein hoher monatlicher Fehlbetrag

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Worauf sollten Sie bei der Pflegeversicherung achten?

Unabhängig von Ihren Zukunftsplänen, von Einkommen und Familienstand – eine private Pflegezusatzversicherung ist sinnvoll. Zur Auswahl stehen die Optionen Pflegegeldversicherung, Pflegekostenversicherung und Pflegerentenversicherung. Bei Auswahl und Abschluss des passenden Vertrages sind die folgenden Punkte für Sie wichtig:

  • Risiko nicht unterschätzen: Sie sind jung und gesund. Sie können Sie sich nur schwer vorstellen, zum Pflegefall zu werden. Doch das Risiko steigt mit dem Alter. Von den über 80-Jährigen ist rund jeder Dritte betroffen.

  • Möglichst früh abschließen: Je jünger und gesünder Sie beim Abschluss einer privaten Pflegeversicherung sind, desto niedriger bleibt der Versicherungsbeitrag. Vorerkrankungen machen es später schwerer, bezahlbaren Schutz zu finden.

  • Verwendungszweck beachten: Das Geld aus einer Pflegetagegeld- oder Pflegerentenversicherung können Sie frei verwenden – zum Beispiel für pflegende Angehörige. Pflegekostenversicherungen erstatten dagegen nur nachgewiesene Kosten. Sie bieten also weniger Flexibilität, sind dafür aber oft etwas günstiger.

  • Beitragsentwicklung im Blick behalten: Beiträge zu Pflegetagegeld- und Pflegekostenversicherungen müssen Sie lebenslang zahlen, in der Regel auch im Pflegefall. Im Laufe der Jahre steigen die Beiträge meist an. Wer die Belastung nicht mehr tragen kann und kündigen muss, verliert seinen Schutz und das eingezahlte Geld. Beiträge zu einer Pflegerentenversicherung bleiben dagegen stabil. Im Pflegefall oder ab einer bestimmten Altersgrenze (beispielsweise ab 85 Jahren) müssen Sie nicht länger einzahlen.

  • Langfristig denken: Mit einer privaten Pflegeversicherung binden Sie sich langfristig. Deshalb ist es ein Vorteil, wenn der Vertrag sich flexibel an veränderte Lebensumstände anpassen lässt. Bei einer Pflegerentenversicherung können Sie die Leistungen beispielsweise in der Regel gegen einen Mehrbeitrag nachträglich aufstocken. Umgekehrt können Sie die Beitragszahlung auch aussetzen oder den Vertrag sogar kündigen, ohne dass das eingezahlte Geld komplett verloren geht. Auf Wunsch ist ein Todesfallschutz möglich und bis zu einem gewissen Umfang können Rentenleistungen sogar vererbt werden. 

Pflegebedürftigkeit ist eine große finanzielle Belastung – für Sie selbst, aber oft auch für Ihre Angehörigen. Mit einer privaten Pflegerentenversicherung sichern Sie sich eine frei verfügbare, lebenslange Rente im Pflegefall. So können Sie Ihr Vermögen schützen und schaffen sich gleichzeitig den nötigen finanziellen Freiraum für eine optimale Pflege – mit vielen Wahlmöglichkeiten und ohne Ihre Familie im großen Maße zu belasten.

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