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Wissenswertes zur betriebliche Altersversorgung

Brauche ich eine Zusatzrente vom Chef?

Allein auf die gesetzliche Rente sollte sich heute niemand mehr verlassen. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten zu sparen. Sie können nicht nur privat für den Ruhestand vorsorgen, sondern auch über Ihren Arbeitgeber. Als Arbeitnehmer haben Sie einen gesetzlichen Anspruch darauf, einen Teil Ihres Bruttogehaltes mit staatlicher Förderung in einen betrieblichen Vorsorgevertrag einzuzahlen. Dieses Vorsorgemodell nennt sich Entgeltumwandlung. 

Der maßgebliche Pluspunkt: Im Gegensatz zur privaten Vorsorge, die Sie stets aus dem Nettoeinkommen aufbringen müssen, fallen auf die über den Arbeitgeber eingezahlten Beiträge keine Steuern und Sozialabgaben an. 

Soviel können Sie 2017 ohne Abzüge einzahlen

Für das Jahr 2017 bleiben Einzahlungen auf das betriebliche Altersvorsorgekonto bis maximal 3.048 Euro steuer- und sozialabgabenfrei. Das entspricht vier Prozent der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung, die regelmäßig angehoben wird. Also steigt der abgabenfreie Betrag regelmäßig mit. Denken Sie deshalb daran, bereits bestehende Verträge jährlich zu überprüfen und den Beitrag bei Bedarf anzupassen, um die volle Förderung mitzunehmen. 

Tipp: Zusätzlich dürfen Sie pro Jahr zusätzlich weitere 1.800 Euro staatlich begünstigt einzahlen. Der Betrag ist seit 2005 unverändert geblieben. Für diesen Aufstockungsbetrag werden Abgaben für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung einbehalten, aber keine Einkommensteuer. Die Einzahlungen bleiben also immerhin steuerfrei.

Bequem vorsorgen: Arbeitgeber organisiert alles

In der betrieblichen Altersversorgung können die Beiträge der Sparer aktuell auf fünf verschiedenen Wegen angelegt werden. Zur Verfügung stehen Einzahlungen in 

  • eine Direktversicherung,

  • eine Pensionskasse,

  • einen Pensionsfonds,

  • eine Unterstützungskasse oder

  • eine Pensionszusage. 

Die Auswahl zwischen diesen sogenannten Durchführungswegen trifft der Arbeitgeber. Dafür brauchen Sie selbst sich um nichts weiter zu kümmern. Ihr Arbeitgeber übernimmt die Formalitäten, organisiert die Beitragszahlungen und fungiert als Vertragspartner für den ausgewählten Anbieter. Gibt es betriebliche Vereinbarungen oder tarifvertragliche Bestimmungen zum Thema Entgeltumwandlung, muss der Arbeitgeber diese natürlich beachten. 

Ihr Vorteil: Sie profitieren oft von Mengenrabatten bei den Verwaltungs- und Abschlusskosten der Vorsorgeverträge, die die Anbieter bei den betrieblichen Altersvorsorgelösungen gewähren.

Wenn Sie noch keine betriebliche Altersversorgung haben

Sprechen Sie Ihren Chef auf das Thema betriebliche Altersvorsorge an. Der Anspruch auf Entgeltumwandlung besteht unabhängig von der Firmengröße. Selbst wenn Sie der einzige Mitarbeiter sind oder nur in Teilzeit arbeiten, muss Ihnen Ihr Arbeitgeber einen Vertrag anbieten. Die einfachste Anlageform ist eine sogenannte Direktversicherung. Das ist eine Lebens- oder Rentenversicherung, die Ihr Arbeitgeber zu Ihren Gunsten abschließt. Wenn Sie aus dem Unternehmen ausscheiden, können Sie diesen Vertrag relativ einfach auf ein neues Unternehmen übertragen oder privat fortsetzen. Auch die Absicherung von Angehörigen für den Todesfall ist über diesen Weg möglich.

Gut vorgesorgt? Berechnen Sie hier Ihre Rentenlücke

Allein auf die gesetzliche Rente zu bauen, ist keine gute Idee, insbesondere, wenn Sie aufgrund von längeren Familienzeiten, einem zusätzlichen Studium oder einer längeren beruflichen Pause entsprechend weniger Beiträge eingezahlt haben. Doch selbst für Gutverdiener gilt: Zwischen Ihren Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenkasse und dem tatsächlichen Finanzbedarf im Alter klafft in der Regel eine erhebliche Lücke, die Sie rechtzeitig durch private Vorsorgemaßnahmen schließen sollten.

Je eher Sie damit beginnen, umso besser: Unser kostenloser Rentenlücken-Rechner zeigt mit wenigen Klicks, wie viel Sie durch zusätzliche Anlageformen erwirtschaften müssten, um auch im Alter optimal versorgt zu sein. Faustregel: 80 Prozent vom letzten Nettogehalt sollten Ihnen mindestens zur Verfügung stehen. Sie wollen es genauer wissen? Dann nutzen Sie unseren Rentenschätzer!

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Die richtige Wahl: Betriebliche Altersvorsorge und/oder Riestern?

Vater Staat unterstützt Sie bei Ihrer Altersvorsorge – sowohl privat als auch über den Betrieb. Die betriebliche Altersversorgung wird während der Ansparphase durch den Erlass von Steuern und Sozialabgaben gefördert. Aber es sind auch Kombinationen mit Riesterverträgen möglich, die durch staatliche Zulagen gefördert werden. Folgende Gestaltungsmöglichkeiten haben Sie: 

Betriebsrente mit Riester-Förderung:

Auf Wunsch können Sie die Riester-Förderung für Ihr betriebliches Vorsorgekonto nutzen, sofern diese über eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds erfolgt. Eine zusätzliche Riester-Förderung für einen zweiten Vertrag außerhalb der betrieblichen Altersvorsorge ist dann allerdings ausgeschlossen. Bei diesem Modell fallen genau wie bei einem privaten Riestervertrag in der Einzahlungsphase Sozialabgaben an. 

Betriebsrente und Riester-Vorsorge: Sofern Sie finanziell dazu in der Lage sind, können Sie auch beide Förderwege parallel voll ausschöpfen. Es ist also möglich, sowohl ein betriebliches Vorsorgekonto per Entgeltumwandlung zu besparen, als auch zusätzlich noch private Beiträge und staatliche Zulagen in einen privaten Riestervertrag einzuzahlen. 

Betriebsrente oder Riester-Vorsorge: Wenn Ihre freien finanziellen Mittel zunächst nur für einen Sparvertrag reichen, müssten Sie sich zwischen Riester oder einem betrieblichen Altersvorsorgekonto entscheiden. Mit welchem Vertrag Sie besser fahren, hängt maßgeblich von Ihrer Lebensplanung ab. 

  • Vorteil Riester: Für Frauen mit Kinderwunsch oder Mütter ist beispielsweise oft Riester die bessere Wahl, da Sie hier zusätzlich von hohen Kinderzulagen (bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr) profitieren und den Vertrag während längerer Familienpausen auch mit sehr geringen Eigenleistungen fortsetzen können. Zudem bieten private Riesterverträge flexible Entnahmemöglichkeiten, wenn Sie später zum Beispiel Wohneigentum finanzieren möchten. 

  • Vorteil Betriebsrente: Bei der Altersversorgung über den Arbeitgeber profitieren Sie oft von besonders niedrigen Gebühren oder maßgeschneiderten Modellen für Ihre Branche, beispielsweise einer attraktiven Kombination von Altersvorsorge und Schutz gegen Erwerbs- und Berufsunfähigkeit. Oft winkt zudem ein Zuschuss vom Arbeitgeber, beispielsweise in Höhe der ersparten Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung oder als vermögenswirksame Leistungen.

Mit vermögenswirksamen Leistungen können Berufseinsteiger eine kleine Betriebsrente zum Nulltarif aufbauen.

Für die private Altersvorsorge vermitteln wir Ihnen ein breites Spektrum von Produkten mit und ohne Riester-Förderung, privat oder auch im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge. Sie möchten wissen, welche Vorsorgeform am besten in Ihr Leben passt? Lesen Sie hier mehr zu unseren Produkten oder lassen Sie sich persönlich beraten.

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