Informationen zum Datenschutz

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen das bestmögliche Erlebnis zu bieten. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden.

loading

Wissenswertes zur Immobilienfinanzierung

Stein auf Stein: So finanzieren Sie Ihr Eigenheim

Egal, ob Sie bauen oder kaufen: Die Finanzierung Ihrer Immobilie ist eine langfristige Angelegenheit. Im Schnitt zahlen die Deutschen Ihr Eigenheim über einen Zeitraum von rund 25 Jahren ab. Das ist eine lange Zeit, in der sich die persönlichen Lebensumstände verändern können. Für einen ausgewogenen Mix aus Planungssicherheit und Flexibilität sollten Sie verschiedene Bausteine für Ihr Finanzierungskonzept nutzen.

Niedrige Zinsen sichern per Bausparvertrag

Der Bausparvertrag ist ein Klassiker der Immobilienfinanzierung und eignet sich besonders gut, um bereits in jüngeren Jahren Geld für die eigenen vier Wände anzusparen. Das Prinzip: Während einer Ansparphase (Richtwert 7 bis 10 Jahre) zahlen Sie monatlich einen festen Betrag auf das Bausparkonto ein. Durch die gegenwärtigen Niedrigzinsen erhalten Sie zwar nur geringe Guthabenzinsen. Dafür sichern Sie sich jedoch heute ein zinsgünstiges Darlehen für später. Dessen Zinssatz steht heute schon fest, selbst wenn Sie Ihr Bauspardarlehen erst in zehn Jahren abrufen und das Zinsniveau bis dahin wieder kräftig gestiegen ist.

Über die komplette Bausparsumme aus Guthaben und Kredit können Sie verfügen, sobald Sie das vertraglich vereinbarte Ansparziel erreicht haben (Richtwert 30–40 % der Bausparsumme).

Staatliche Zulagen nutzen

Weiterer Pluspunkt: Als Bausparer können Sie während der Ansparphase die staatliche Riester-Förderung nutzen. So profitieren Sie von Zulagen und oft auch von Steuervorteilen und können schneller Eigenkapital aufbauen. Ihren Riester-Bausparvertrag dürfen Sie übrigens nicht nur zum Bau oder Kauf eines Eigenheims einsetzen. Sie können damit auch Ihre bereits vorhandene Immobilie in einigen Jahren altersgerecht umbauen oder einen bestehenden Immobilienkredit ablösen. 

Alternative: Wenn Sie Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen Ihres Arbeitgebers haben, können Sie auch diese Gelder statt der Riester-Zulagen in Ihren Bausparvertrag einzahlen.

Solide Basis: Ein Immobilienkredit von der Bank

In der Regel stellt der Riester-Bausparvertrag einen kleineren Baustein Ihrer Immobilienfinanzierung dar. Die Basis bildet in der Regel ein klassisches Bankdarlehen, das in festen monatlichen Raten über einen längeren Zeitraum zurückgezahlt wird. Ihr Haus oder Ihre Eigentumswohnung dient der Bank dabei als Kreditsicherheit. Allerdings finanzieren die Kreditinstitute in der Regel nicht den vollen Kaufpreis, sondern maximal 60 bis 80 % des Immobilienwertes. Dazu kommen noch Kaufnebenkosten, beispielsweise für Makler, Notar und Grunderwerbsteuer. Dafür können Sie etwa 15 bis 20 % des Kaufpreises veranschlagen. Für eine solide Finanzierung sollten Sie deshalb mindestens 20 % der kompletten Kaufsumme (inklusive Nebenkosten) als Eigenkapital mitbringen. 

Tipp: Für einen Neubau oder auch für die Modernisierung einer Immobilie können Sie als zusätzlichen Finanzierungsbaustein auch zinsgünstige Förderkredite und Investitionszuschüsse nutzen. Diese gibt es z. B. für energieeffizientes oder barrierefreies Wohnen. Die Förderprogramme erweitern Ihren finanziellen Spielraum und können helfen, Ihre monatliche Belastung etwas zu senken.

In den meisten Bundesländern beträgt die Grunderwerbsteuer 5 bis 6,5 %

Beratung
Sie benötigen Hilfe?

Sie haben Fragen oder benötigen weitere Informationen? Unsere Experten stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Gebührenfreie Rufnummer: 
0800 8004007

Benötigen Sie Unterstützung auf der Suche nach der passenden Versicherung? Suchen Sie Tipps und Strategien für die Geldanlage? Möchten Sie Ihren Partner mit einem Vorschlag für den nächsten Kurzurlaub überraschen oder Ihren Garten schöner gestalten? Dann schauen Sie doch mal in unsere aktuellen Tipps und Ratgeber: Hier finden Sie Wissenswertes zu vielen spannenden Themen – für ein aktives, sorgenfreies und gesundes Leben.

Bankdarlehen: Darauf sollten Sie achten

Die klassische Immobilienfinanzierung erfolgt über ein sogenanntes Annuitätendarlehen, bei dem der Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit, beispielsweise 5, 10 oder 20 Jahre festgeschrieben wird. Auch für die Tilgung wird ein bestimmter Prozentsatz vereinbart. Über den festgelegten Zeitraum zahlen Sie monatlich gleichbleibende, feste Raten für Zins und Tilgung. Damit jeder Rate die Restschuld weiter sinkt, wird im Laufe der Zeit jedoch der Zinsanteil immer kleiner und der Tilgungsanteil immer größer. 

Bei der Ausgestaltung des Darlehensvertrages sollten Sie zwischen Planungssicherheit und Flexibilität abwägen. Dazu haben Sie verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. 

  • Zinsbindung: Eine langfristige Zinsbindung ermöglicht Ihnen eine verlässliche Kalkulation Ihrer monatlichen Belastung. Insbesondere, wenn Sie mit steigenden Zinsen rechnen, sollten Sie sich das aktuell niedrige Zinsniveau möglichst langfristig sichern. 

  • Kreditsumme aufteilen: Einen Kredit mit fester Zinsbindung können Sie in der Regel nicht vorzeitig kündigen. Falls doch, darf die Bank von Ihnen eine Entschädigung verlangen. Um flexibel zu bleiben und trotzdem verlässlich planen zu können, bietet es sich stattdessen an, den Kreditbetrag auf zwei oder mehr Darlehen mit unterschiedlicher Laufzeit zu verteilen. 

  • Tilgung: Den Tilgungssatz für Ihren Kredit können Sie selbst wählen. Je höher die Tilgung, desto schneller haben Sie Ihr Darlehen abbezahlt. Das schafft Sicherheit und spart Zinsen. Die gegenwärtige Niedrigzinsphase sollten Sie deshalb nach Möglichkeit für einen höheren Tilgungssatz nutzen. Allerdings muss die monatliche Belastung aus Zins und Tilgung auf Dauer für Sie tragbar sein. 

  • Sondertilgung: Mit der Option, jährlich einen bestimmten Prozentsatz Ihres Kreditbetrages außer der Reihe zu tilgen, sichern Sie sich zusätzliche Flexibilität und können auf längere Sicht erheblich Zinsen sparen. Außerplanmäßige Einnahmen, beispielsweise einen Bonus vom Arbeitgeber, eine Steuerrückzahlung oder eine kleine Erbschaft, können Sie so sinnvoll investieren. Wie viel Sie zusätzlich tilgen dürfen, müssen Sie schriftlich im Kreditvertrag vereinbaren (Richtwert: 4 bis 5 % der Kreditsumme). 

  • Restschuldversicherung: Die freiwillige Zusatzversicherung zu Ihrem Kredit übernimmt je nach vereinbartem Versicherungsumfang die Zahlung der Kreditraten, wenn Sie zum Beispiel arbeitslos oder arbeitsunfähig werden oder sterben. So ist für Ihre Familie im Ernstfall der Erhalt des Zuhauses gesichert.

Schneller Tilgen spart Zinsen

So wirken sich unterschiedliche Tilgungssätze auf Ihre Zinskosten aus 

Darlehen: 200.000 Euro, Zinssatz 2 %

Modell A

Anfangstilgung 2 %
Monatliche Rate 667 Euro
Restschuld nach 10 Jahren 155.760 Euro
Gesamtlaufzeit: 34 Jahre, 9 Monate
Zinskosten 77.489 Euro 

Modell B

Anfangstilgung 3 %
Monatliche Rate 833 Euro
Restschuld nach 10 Jahren 133.640 Euro
Gesamtlaufzeit: 24 Jahre, 7 Monate
Zinskosten 65.132 Euro 

Modell C

Anfangstilgung 5 %
Monatliche Rate 1.167 Euro
Restschuld nach 10 Jahren 89.400 Euro
Gesamtlaufzeit: 16 Jahre, 11 Monate
Zinskosten 35.727 Euro

Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrer Immobilienfinanzierung und stellen Ihnen die passenden Bausteine für ein ausgewogenes, tragbares Finanzierungskonzept zusammen. Aber auch für die Absicherung Ihrer vier Wände sind wir der richtige Ansprechpartner und vermitteln Ihnen nach unserem Best-Select-Prinzip eine zuverlässige Gebäudeversicherung aus dem umfassenden Angebot unserer renommierten Partner. Denken Sie als Immobilienbesitzer darüber hinaus auch an den passenden Haftpflichtschutz und eine Hausratversicherung für Ihre Einrichtung.

×