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Wissenswertes zur Rechtsschutzversicherung

Wozu brauche ich eine Rechtsschutzversicherung?

„Auf hoher See und vor Gericht sind wir in Gottes Hand“, lautet eine oft zitierte Volksweisheit. Sie drückt das Unbehagen aus, bei einem Prozess genau wie auf dem stürmischen Meer schwer kalkulierbaren Risiken und mächtigen Kräften ausgesetzt zu sein. Tatsächlich ist der Ausgang von gerichtlichen Auseinandersetzungen selbst für Juristen oft schwer vorhersehbar. Sicher ist nur: Prozesse stellen ein ernst zu nehmendes finanzielles Risiko dar. Abhängig vom Streitwert fallen schnell hohe Anwalts- und Gerichtskosten an. Wer in einem Klagverfahren unterliegt, muss zudem oft noch die Kosten der Gegenseite tragen.

Prozesskosten oft höher als gedacht

Nach einer Umfrage des Versicherungsverbandes GDV unterschätzen die meisten Menschen die Kosten eines Rechtsstreits. Eine Orientierungshilfe bieten Prozesskostenrechner im Internet, zum Beispiel vom Deutschen Anwalt Verein DAV. Bei einem Streitwert von 5.000 Euro können  sich danach die Kosten für beide Parteien in der ersten Instanz auf rund 2.500 Euro belaufen. Zieht sich der Streit durch drei Instanzen, können die Prozesskosten auf über 8.500 Euro steigen – die in der Regel der Verlierer zahlen muss. 

Rechtsschutzversicherung senkt Prozesskostenrisiko

Eine Rechtsschutzversicherung schützt Sie vor den Kosten eines Rechtsstreits. Es ist möglich eine Absicherung im Paket für verschiedene Lebensbereiche abzuschließen oder je nach Bedarf nur einzelne Bausteine wie Beruf oder Verkehr zu versichern. In den versicherten Streitfällen übernimmt die Rechtsschutzversicherung dann in der Regel folgende Kosten: 

  • gesetzliche Anwaltsgebühren Ihres eigenen Anwalts

  • Gerichtskosten

  • Zeugengelder und gerichtliche Sachverständigenhonorare

  • wenn Sie verlieren: die Kosten des Gegners, soweit Sie diese erstatten müssen

  • wenn Sie gewinnen, Ihr Gegner aber zahlungsunfähig ist: Die eigentlich vom Gegner (Verlierer) an Sie zu erstattenden Anwalts- und Gerichtskosten

  • in begrenztem Umfang auch Kosten für Mediationsverfahren 

Schutz endet bei Scheidung oder Hausbau

Mehr als jede dritte Ehe wird geschieden, Unterhalts- und Ausgleichszahlungen sorgen meist für hohe Streitwerte. Und auch beim Verteilen einer größeren Erbschaft kommt es oft zu Streit. Leider sind diese Risiken nicht versicherbar: Im Familien- und Erbrecht übernimmt die Rechtsschutzversicherung aber die Kosten für eine anwaltliche Erstberatung. Auch Streitigkeiten im Baurecht sind bei den meisten Policen weitestgehend ausgenommen. 

Fazit: Auf eine Rechtsschutzversicherung zugreifen zu können, gibt ein beruhigendes Gefühl und schützt Sie im Streitfall in vielen Rechtsbereichen vor hohen Kosten. Vernachlässigen Sie aber dafür nicht die Absicherung existenzbedrohender Risiken wie Tod, Verlust der Arbeitskraft und privater Haftpflicht.

Nur sechs Prozent der Deutschen schätzen finanzielles Prozessrisiko realistisch ein.

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Wichtige Tipps zur Rechtsschutzversicherung:

Manchmal ist ein Prozess unvermeidlich, zum Beispiel, wenn Sie sich gegen eine ungerechtfertigte Kündigung wehren müssen oder selbst verklagt werden. Wer sich im Streitfall keine Sorgen um die Prozesskosten machen möchte, kann sich mit einer Rechtsschutzversicherung finanziell absichern. Die folgenden Punkte sollten Sie beim Abschluss aber beachten: 

  • Wartezeiten: Damit die Versicherung zahlt, dürfen Sie die Police nicht erst abschließen, wenn sich bereits konkreter Ärger abzeichnet. In der Regel gilt eine Wartezeit von 3 Monaten (im Arbeitsrecht zum Teil auch 6 Monate) nach Vertragsabschluss. 

  • Einjahresklausel: Die Rechtsschutzversicherung kommt für Rechtsstreitigkeiten auf, die nach Vertragsabschluss (plus Wartezeit) aufkommen. Oft liegen die Anfänge eines Streits jedoch schon Jahre zurück, bevor er vor Gericht landet. Vorteilhaft sind deshalb Policen, die auch in Streitfällen zahlen, deren Auslöser mindestens ein Jahr vor dem Abschluss der Versicherung liegt. 

  • Ausschlüsse: In allen versicherbaren Rechtsgebieten gibt es Ausnahmen, bei denen die Versicherung die Prozesskosten nicht übernimmt. Einschränkungen können zum Beispiel beim Streit um Anlage- oder Kreditverträge, Falschparken oder bei Strafverfahren gelten. Prüfen Sie als Neukunde deshalb vor Abschluss sorgfältig, in welchen Fällen Sie versichert sind. Wenn Sie bereits eine Police haben gilt: Stellen Sie bei Ihrem Rechtsschutzversicherer stets eine Deckungsanfrage, bevor Sie vor Gericht ziehen. 
     

  • Selbstbeteiligung: Mit einer Selbstbeteiligung von 150 oder 250 Euro sparen Sie in etwa denselben Betrag bei der Jahresprämie. 
     

  • Schadensfreiheitsbonus: Einige Versicherungen reduzieren die vereinbarte Selbstbeteiligung oder erlassen sie Ihnen sogar komplett, wenn Sie über einen längeren Zeitraum (3 bis 5 Jahre) keinen Rechts­schutz in Anspruch nehmen. 

Wichtig: Wenn Sie auf Schadensersatz verklagt werden, ist das Verfahren grundsätzlich nicht von der Rechtsschutzversicherung abgedeckt. Für diesen Fall benötigen Sie eine Privathaftpflicht. Diese wichtige Police hilft Ihnen,  unberechtigte Forderungen abzuwehren oder reguliert für Sie den Schaden, wenn Sie tatsächlich schadenersatzpflichtig sind.

Bevor Sie eine Rechtsschutzversicherung abschließen, lassen Sie sich von uns beraten. Wir helfen Ihnen beim Vergleich verschiedenster Angebote und finden für Sie nach unserem Best-Select-Prinzip eine optimale Lösung aus dem umfassenden Angebot unserer renommierten Partner. Wir prüfen auch, ob existenzbedrohende Risiken bei Ihnen bereits abgesichert sind. Dazu gehört auf jeden Fall eine leistungsstarke Privathaftpflicht, die Ihnen ganz nebenbei auch bei einem Streit um unberechtigte Schadensersatzforderungen helfen kann.

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