Berufsunfähigkeit (BU) passiert nur den anderen – nämlich Menschen, die auf dem Bau, als Polizist oder Profisportler arbeiten. Das ist wohl einer der größten Irrtümer der heutigen Zeit. Bereits jeder vierte Arbeitnehmer steht frühzeitig vor dem Karriere-Aus. Risikoberufsgruppen trifft das genauso wie Büroarbeiter, wie eine Analyse des Finanzberatungs- & Lebensversicherungsunternehmens Swiss Life Deutschland ergibt. Über die Hälfte der Versicherten, die berufsunfähig geworden sind, können ihren Job wegen psychischer Probleme oder Erkrankungen des Bewegungsapparats nicht mehr ausüben. Bandscheibenvorfälle und Burn-out bzw. Depressionen sind dabei die häufigsten Ursachen, warum Menschen nicht mehr arbeiten können.

„Deswegen ist es besonders wichtig, dass sich auch Büroangestellte mit dem Thema Berufsunfähigkeitsabsicherung auseinandersetzen, wenn sie im Ernstfall nicht vor dem finanziellen Ruin stehen möchten“, rät Amar Banerjee, Geschäftsleitungsmitglied bei Swiss Life Deutschland und dort verantwortlich für die Versicherungsprodukte.

Wie hoch die staatliche Rente dann ist, richtet sich danach, wie lange man täglich noch arbeiten kann: Bei weniger als 3 Stunden gibt es die Rente wegen voller Erwerbsminderung und bei 3 bis 6 Stunden die halbe Erwerbsminderungsrente. Wer mindestens 6 Stunden arbeiten kann, bekommt nichts – mit einer Ausnahme: Versicherte, die vor dem 02.01.1961 geboren sind, erhalten trotzdem eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.

Banerjee warnt: „Job-Alternativen und Teilzeitstellen muss man übrigens annehmen, egal welcher Art – das heißt ohne Rücksicht auf Ausbildung, sozialen Status oder den bisher ausgeübten Beruf.“

Besonders hart trifft es die, die nach dem 01.01.1961 geboren sind: Sie erhalten nur noch eine sehr geringe Erwerbsminderungsrente. Diese beträgt etwa ein Drittel des bisherigen Bruttogehalts, wovon man noch Steuern und Krankenkassenbeiträge zahlen muss.

Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente hat ohnehin nur, wer mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat. Durch diese Regelung gehen beispielweise Berufsanfänger leer aus. Umso wichtiger ist es, so früh wie möglich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Denn wer jung ist, hat in der Regel keine Vorerkrankungen, die eine Aufnahme in die Versicherung erschweren oder die Beiträge in die Höhe treiben. Swiss Life bietet dafür einen speziellen Tarif für 15- bis 30-Jährige in Schule, Ausbildung und Studium. Denn auch Schüler oder Studenten, die vor dem Berufseinstieg wegen einer Erkrankung keinen Abschluss machen können, sollten finanziell abgesichert sein.

„Daneben gibt es noch eine Berufsgruppe, die man beim Thema BU nicht außer Acht lassen sollte: Hausfrauen und Hausmänner. Zwar stehen sie in keinem klassischen Arbeitsverhältnis, doch wenn der Familien-Manager ausfällt, entstehen hohe finanzielle Belastungen“, so Banerjee. Ohne professionelle Unterstützung bleibt dem arbeitenden Partner oft nur der Ausweg in die Teilzeit mit drastischen Einschnitten beim Gehalt. Und eine professionelle Haushaltshilfe reißt ebenfalls ein riesiges Loch in die Haushaltskasse. „Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung für diese Personengruppe ist also eine sinnvolle Investition, um im Ernstfall die Familie angemessen versorgen zu können“, empfiehlt Banerjee.

Hier finden Sie die Pressemitteilung im pdf-Format.