Der Rom-Insider und ehemalige Chefredakteur von Radio Vatikan, Pater Eberhard von Gemmingen, analysierte die Rolle von Papst Franziskus beim XIX. Salon Palais Leopold von Swiss Life. Dr. Tilo Finck, Hauptbevollmächtigter der deutschen Niederlassung von Swiss Life, konstatierte einen Bedeutungsverlust der Kirchen als Sinnstifter in einer Gesellschaft, die beunruhigt in die Zukunft blicke.

In seiner Rede vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Medien und öffentlichem Leben erinnerte von Gemmingen an die Worte von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Europa habe nicht „zu viel Islam, sondern zu wenig Christentum“. Der christliche Glaube werde hierzulande zunehmend in „Biotope“ abgedrängt, stellte er fest.

„Nach dem Vorbild Jesu zu leben und zu wirken, bedeutet immer einen Spagat zwischen ultimativer Barmherzigkeit und unangepasster Provokation. Glaube muss aufregen, Glaube muss ein Stolperstein in der gesellschaftspolitischen und ethischen Diskussion sein. Die Kirche auf ihrem Weg genau dorthin zurückzuführen, das wird die zentrale Aufgabe im Pontifikat von Papst Franziskus sein“, so das Mitglied des Jesuitenordens.

Dr. Tilo Finck machte in seiner Begrüßungsrede einen Mangel an moralischen Vorbildern für die wachsende Verunsicherung in Teilen der Bevölkerung mitverantwortlich. Leider habe auch die Glaubwürdigkeit der Kirche extrem gelitten. Finck weiter: „Als eine sinnstiftende Institution ist sie aus der Mitte unserer Gesellschaft jedoch nicht wegzudenken.“

Die Veranstaltung unter dem Titel „Habemus Papam Franziskum – Aufbruch oder Übergang?“ wurde von der Journalistin und Pressesprecherin im Bayerischen Wirtschaftsministerium, Bettina Bäumlisberger, moderiert. Mit dem Salon Palais Leopold ermöglicht Swiss Life regelmäßig einen Austausch zu aktuellen Themen mit Entscheidungsträgern aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft.

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