Ein Pflegefall zu werden, ist ein Schicksalsschlag, durch den sich das eigene Leben sowie das der Angehörigen radikal verändert. Zusätzlich sind die betroffenen Familien mit einer enormen finanziellen Belastung konfrontiert. Das aktuelle Thema auf www.Vorsorge-Know-how.de erläutert, welche Leistungen die gesetzliche Pflegeversicherung im Fall der Fälle tatsächlich übernimmt.

Die Pflegeversicherung zählt in Deutschland seit 1995 zu den Pflichtversicherungen. Jeder deutsche Bürger ist somit – zumindest prinzipiell – pflegeversichert. Die Pflegekassen sind organisatorisch an die Krankenkassen angegliedert. Wer in Deutschland krankenversichert ist, gehört damit automatisch auch einer Pflegeversicherung an. Aber Vorsicht: Es ist ein Irrtum zu glauben, wer privat krankenversichert ist, habe dadurch im Pflegefall höhere Leistungsansprüche als ein Versicherter in einer gesetzlichen Krankenkasse. Ob gesetzlich oder privat – beide Pflegepflichtversicherungen sind an das Sozialgesetz gekoppelt und erstatten dieselben Leistungen.

Höhe und Umfang der erstatteten Leistungen hängen von der Pflegestufe des Betroffenen ab. Die Pflegepflichtversicherung ist keine Vollversicherung, die pauschal alle anfallenden Pflegekosten übernimmt. Sie sichert im Pflegefall lediglich eine Grundversorgung.

Die tatsächlichen Pflegekosten übersteigen die Leistungen der Pflegeversicherung in den meisten Fällen bei Weitem – unabhängig davon, ob zu Hause oder im Heim, ob von professionellen Pflegekräften oder Angehörigen gepflegt wird. Wird der Pflegebedürftige beispielsweise in einem Heim untergebracht, werden bei Pflegestufe I 1.023 Euro, bei Pflegestufe II 1.279 Euro und bei Pflegestufe III lediglich 1.550 Euro erstattet. Damit sind in der Regel nur die reinen Pflegekosten abgedeckt. Die Gesamtkosten einer Heimunterbringung sind von Pflegeheim zu Pflegeheim unterschiedlich, können aber bei Pflegestufe III durchaus bis zu 3.500 Euro betragen. Die so entstehende Versorgungslücke von ca. 2.000 Euro im Monat muss der Pflegebedürftige aus eigener Tasche finanzieren. Erfolgt die Pflege durch Angehörige zu Hause, übernimmt die Pflegeversicherung einen Kostenanteil von 235 Euro bei Pflegestufe I, 440 Euro bei Pflegestufe II und 700 Euro bei Pflegestufe III.

Nur wer richtig informiert ist, kann für den Fall der Fälle gezielt vorsorgen. Alle Fakten zur gesetzlichen und privaten Pflegepflichtversicherung, von Beitragssätzen über ausführliche Informationen zu den Pflegestufen bis hin zum Leistungsumfang sind im ersten Teil des Basiswissens Pflege unter www.Vorsorge-Know-how.de/Pflege verständlich aufbereitet und übersichtlich gegliedert. Im zweiten Teil des Basiswissens werden die verschiedenen Varianten privater Pflegezusatzvorsorge genauer unter die Lupe genommen.

Hier finden Sie die Pressemitteilung im pdf-Format.