Svenja Schröder spricht über ihren rundum nachhaltigen Lebensstil – vom nachhaltigen Mobilitätsverhalten bis hin zur sozialen Verantwortung füreinander.

Was würden Sie persönlich als die größte Umweltsünde bezeichnen?
Das Schlimmste für mich ist, nichts zu tun und abzuwarten. Weltweit gibt es so viele menschengemachte Hürden: von hohen CO2-Emissionen und Kohleabbau über die Abholzung des Regenwaldes, Artensterben und Extremwetter bis hin zu Plastikmüll im Meer. Nur wenn wir aufhören, die drastischen Folgen dieser Prozesse zu tolerieren und endlich anfangen, diesen entgegenzuwirken, können wir die Herausforderungen gemeinsam bewältigen. So schlimm jede einzelne Umweltsünde für sich auch ist, finde ich persönlich, dass unsere Ignoranz das größte Problem darstellt.

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Welche davon integrieren Sie in Ihren Alltag und warum? 
Als Naturliebhaberin liegt mir vor allem unsere Umwelt am Herzen, weshalb ich versuche, diese zu schützen und möglichst nicht negativ zu beeinflussen. Dazu gehört beispielsweise die Reduzierung von Müll, das Fahren mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln, das Einkaufen regionaler Produkte und der Verzicht auf Fleisch. Das Thema Nachhaltigkeit beinhaltet jedoch nicht nur die Natur, auch wir Menschen sind Teil der Umwelt und tragen alle eine soziale Verantwortung füreinander. Viel zu oft vergessen wir dabei, wie gut es uns eigentlich geht und wie privilegiert wir in diesem Land leben dürfen, während andere Menschen auf dieser Welt unter Wasserknappheit, Hunger, Krieg und Armut leiden. Trotzdem herrscht auch in Deutschland leider (noch) keine Chancengleichheit, weshalb ich seit Mai 2021 zusätzlich das Stiftungsprojekt KinderHelden unterstütze.

Humans of Responsibility: Svenja Schroeder sitzt auf einer Bank und lacht
Viel zu oft vergessen wir dabei, wie gut es uns eigentlich geht und wie privilegiert wir in diesem Land leben dürfen.

Wie wichtig ist in diesem Zusammenhang Konsequenz: Gilt bei Nachhaltigkeit das Prinzip „Ganz oder gar nicht“?
Definitiv nicht. Ich bin fest davon überzeugt, dass jedes bisschen zählt. Wer einmal im Monat das Fahrrad oder die Bahn nutzt und das Auto stehen lässt, spart auch dadurch bereits CO2-Emissionen ein. Wir brauchen nicht ein paar wenige Menschen, die alles perfekt machen, falls das überhaupt möglich ist, sondern lieber Millionen Menschen, die es wenigstens versuchen und damit ihren noch so kleinen
Beitrag leisten. Eigentlich ist es doch wie beim Sparen: Lieber zehn Euro zur Seite legen als gar nichts.

Inwiefern spielt es dabei auch eine Rolle, mit gutem Beispiel voranzugehen?
Je mehr wir über Nachhaltigkeit und soziales Engagement sprechen, desto mehr können wir uns alle zum Handeln motivieren. Dabei sollte allerdings die gegenseitige Inspiration im Fokus stehen und nicht die Intention, gut oder besser dastehen zu wollen als andere. Den vielen Herausforderungen können wir uns nur gemeinsam stellen.

Humans of Responsibility: Svenja Schroeder sitzt auf einer Liege und lacht
Je mehr wir über Nachhaltigkeit und soziales Engagement sprechen, desto mehr können wir uns alle zum Handeln motivieren.

Was sind Ihrer Meinung nach erste kleine Veränderungen im Alltag hin zu einem nachhaltigen Lebensstil: Womit sollte man beginnen?
Das können ganz kleine Dinge sein: Im Supermarkt zur losen Paprika zu greifen, anstatt die 3er-Plastikpackung zu kaufen; den Wocheneinkauf so zu planen, dass keine Lebensmittel weggeworfen werden müssen; das Auto mal stehen zu lassen, Kleidung in der Innenstadt zu kaufen und nicht alles online zu bestellen. Auch recyceltes Toilettenpapier zu benutzen oder der Asphalt-Verkäuferin vorm Supermarkt eine Zeitung abzukaufen und sie damit auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen, sind solche kleinen Veränderungen für einen nachhaltigeren Lebensstil im Alltag.

Inwiefern führt nachhaltiges Engagement zu mehr Selbstbestimmung in Ihrem Leben?
Durch nachhaltiges Engagement hinterfrage ich meine eigenen Handlungen deutlich häufiger und entscheide mich dadurch bewusster für eine Option. Wenn ich beispielsweise bewusst möglichst plastikfrei einkaufe, trage ich meinen Teil dazu bei, das Ökosystem im Meer zu erhalten und es nicht zusätzlich durch riesige Plastikberge zu belasten. Dieses Prinzip lässt sich auch auf andere Entscheidungsprozesse übertragen, weshalb nachhaltiges Engagement meiner Meinung nach zu einem großen Teil zur Selbstbestimmung beiträgt. Durch soziales Engagement haben wir zusätzlich die Möglichkeit, auch anderen Menschen zu mehr Selbstbestimmung zu verhelfen.

Credit @Martin Bargiel

Ökologische Verantwortung bei Swiss Life Deutschland

Der Fokus unserer Betriebsökologie liegt auf dem Klimaschutz. Wir verfolgen das Ziel, unseren CO2-Fußabdruck kontinuierlich zu verkleinern. Erfahren Sie hier mehr über unser nachhaltiges Engagement.

Making-Of

Manchmal bringen große Geschichten wichtige Themen voran. Doch oft sind es kleine Dinge, die etwas bewegen. Sicher ist: Veränderung fängt bei sich selbst an. Das haben wir zum Anlass genommen, unter den eigenen Mitarbeitenden Vorbilder für Nachhaltigkeit zu suchen und zu finden. Ergebnis ist die Kampagne #HumansofResponsibility, die 17 besonders nachhaltig engagierte Mitarbeitende porträtiert und ihnen damit eine Bühne bietet. Bekommen Sie hier einen Einblick, wie es hinter den Kulissen ausgesehen hat!

 

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