Die Swiss Life AG, Niederlassung für Deutschland hat ihre Kapitalanlage und -verwaltung auf Swiss Life Asset Managers ausgegliedert. Swiss Life Asset Managers ist beauftragt, alle gesetzlichen Vorgaben im Zusammenhang mit der Kapitalanlage und-verwaltung für Swiss Life zu erfüllen. Hierzu gehören auch alle Vorgaben zu Nachhaltigkeitsthemen, wie die folgende Sorgfaltspflichterklärung.

Diese Sorgfaltspflichterklärung von Swiss Life Asset Managers wurde von der Geschäftsleitung von Swiss Life Asset Managers am 1. Februar 2021 genehmigt und wird regelmässig überprüft.

Diese Erklärung basiert auf international anerkannten Standards für Sorgfaltspflichten und Berichterstattung, insbesondere auf dem UN Global Compact (UNGC). Darüber hinaus hält sich Swiss Life Asset Managers an die folgenden Sorgfaltspflicht-/Transparenzstandards, die im Rahmen des verantwortungsbewussten Investierens relevant sind:

• Principles for Responsible Investment (PRI)
• International Corporate Governance Network (ICGN)
• Task Force on Climate-related Financial Disclosure (TCFD)

Swiss Life Asset Managers entwickelt derzeit ihren Ansatz der Sorgfaltspflicht zum Thema Menschenrechte weiter, um die Standards der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen zu erfüllen.

Nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen

Bei Swiss Life Asset Managers werden nachteilige Auswirkungen einer Anlageentscheidung auf Nachhaltigkeitsfaktoren ("nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen") im Rahmen des Anlage-entscheidungs¬prozesses adäquat berücksichtigt. Unter "Nachhaltigkeitsfaktoren" sind unter anderem Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung zu verstehen. Swiss Life Asset Managers ist ein umsichtiger Vermögensverwalter und ist sich bewusst, dass die Vermögensverwaltungstätigkeit nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen haben kann.
Swiss Life Asset Managers bewertet und überwacht nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen mittels Nachhaltigkeitsindikatoren. Swiss Life Asset Managers verfügt über Verfahren, um zu ermitteln, wie ihre Vermögensverwaltungstätigkeiten mit nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen gekoppelt sind und welche Möglichkeiten bestehen, diesen Auswirkungen vorzubeugen, sie zu mindern oder zu beheben.

Wie von international anerkannten Standards zur Sorgfaltspflicht vorgesehen, priorisiert Swiss Life Asset Managers nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen in so genannten "wesentliche nachteilige (Nachhaltigkeits-) Auswirkungen" ("Principal Adverse (Sustainability) Impacts / PAI’s"), basierend auf deren Schweregrad, Eintrittswahrscheinlichkeit und der allgemeinen Risikobereitschaft.

Eine breite und aussagekräftige Datenverfügbarkeit (inkl. einer sich kontinuierlich verbessernden Datenabdeckung) spielt bei dieser Priorisierung eine zunehmende Rolle.

Zum Beispiel ist der Klimawandel eines der schwerwiegendsten und wahrscheinlichsten Umweltrisiken auf globaler Ebene, und die Aktivitäten, die Swiss Life Asset Managers finanziert, tragen bis zu einem gewissen Grad zu Treibhausgasemissionen bei. Die Immobilienbranche ist für 40 % des Energieverbrauchs und 36 % der CO2-Emissionen in der Europäischen Union verantwortlich¹. Da 28 % des von Swiss Life Asset Managers verwalteten Vermögens im Immobilienbereich investiert sind², möchte Swiss Life Asset Managers einen Beitrag zur Reduzierung des indirekten Beitrags zum Klimawandel leisten und eine weniger kohlenstoffintensive Immobilienbranche fördern.
Für Wertpapiere hat Swiss Life Asset Managers eine Ausstiegsstrategie aus der Kraftwerkskohle beschlossen. Um das Risiko von sogenannten "stranded assets" zu steuern, hat Swiss Life Asset Managers beschlossen, keine neuen Investitionen in Unternehmen zu tätigen, die mehr als 10 % ihrer Einnahmen aus dem Abbau, der Förderung oder dem Verkauf von Kraftwerkskohle erzielen. Darüber hinaus wird die Entwicklung des Klimarisikos unserer Anlagen anhand ausgewählter Kohlenstoff-Metriken (z. B. Kohlenstoffintensität und absolute Kohlenstoffemissionen) überwacht.

Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie hier:
https://www.swisslife-am.com/de/home/unternehmen/engagement/responsible-investment.html

Wesentliche nachteilige (Nachhaltigkeits-) Auswirkungen / PAI’s

Swiss Life Asset Managers hat die folgenden Nachhaltigkeitsthemen als die relevantesten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen ("Principal Adverse (Sustainability) Impacts / PAI’s") identifiziert, auf die sie sich für den (ersten) Referenzzeitraum konzentriert:

1. Klima- und umweltbezogene Indikatoren basierend auf den folgenden Indikatoren für nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen:
• Treibhausgasemissionen
• Energieeffizienz

2. Soziales und Mitarbeiter, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung basierend auf den folgenden Indikatoren für nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen:
• Soziales und Mitarbeiterangelegenheiten
• Menschenrechte

Die Priorisierung der PAI’s (und der von den PAI’s abgeleiteten Key Performance Indikatoren (KPI’s)) sowie die angewandten Metriken können für verschiedene Anlageklassen variieren, und es wird im Laufe der Zeit neue Priorisierungen geben. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass sowohl die Datenverfügbarkeit als auch die Datenqualität der PAI’s je nach Anlageklasse variieren und sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln werden. Darüber hinaus können sich einzelne Investmentfonds und Finanzprodukte, die von Asset-Management-Gesellschaften von Swiss Life Asset Managers verwaltet werden, auf andere oder zusätzliche PAI’s konzentrieren, wie in der jeweiligen Produktdokumentation beschrieben.

Die oben genannten PAI’s werden ausschliesslich für direkt gehaltene Vermögenswerte überwacht. Indirekte Vermögenswerte wie z.B. Dachfonds oder andere externe Finanzinstrumente sind derzeit ausserhalb des Anwendungsbereichs. Swiss Life Asset Managers erwartet jedoch generell von externen Vermögensverwaltern oder extern verwalteten Investmentfonds, in die Swiss Life Asset Managers investiert, dass sie über eigene und angemessene Due-Diligence-Verfahren zu nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen verfügen.

Governance

Diese Sorgfaltspflichterklärung zu nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen ist Teil des Ansatzes von Swiss Life Asset Managers zum verantwortungsbewussten Anlegen. Dieser Ansatz wird vom anlageklassenübergreifenden ESG Board gesteuert, welches dem Group Chief Investment Officer von Swiss Life unterstellt ist. Das ESG Board gibt Empfehlungen ab und berät die Geschäftsleitung von Swiss Life Asset Managers in ESG-Angelegenheiten, unter anderem auch bezüglich nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen. Die Geschäftsleitung von Swiss Life Asset Managers ist letztlich für den Ansatz zum verantwortungsbewussten Anlegen bei Swiss Life Asset Managers verantwortlich. Die lokalen Einheiten von Swiss Life Asset Managers sind verantwortlich für lokale ESG-Strategien und deren Umsetzung, in Abstimmung und Koordination mit dem übergreifenden Ansatz zum verantwortungsbewussten Anlegen. Darüber hinaus stellen die lokalen Einheiten von Swiss Life Asset Managers sicher, dass dies in Übereinstimmung mit den lokalen rechtlichen und regulatorischen Anforderungen geschieht und dass Nachhaltigkeit angemessen in der lokalen Governance verankert ist.

Während des Referenzzeitraums ergriffene Massnahmen und für den nächsten Referenzzeitraum geplante Massnahmen

Dies ist der erste Referenzzeitraum. Dementsprechend folgen die Beschreibungen der Massnahmen, die in den vorherigen Referenzzeiträumen ergriffen wurden, zu einem späteren Zeitpunkt.

Eine Reihe von Massnahmen wurden definiert, um die Steuerung der PAI’s zu verbessern:

- Wertpapiere Aktuelle Situation: Das Green-Investment-Programm wurde initiiert, um die PAI’s des Versicherungsportfolios für festverzinsliche Anlagen zu verbessern. Seine Ziele umfassen die Überwachung der Kohlenstoffintensität, Investitionen in grüne Anleihen und den Ausschluss von Kraftwerkskohle. Darüber hinaus haben wir unsere Engagementaktivitäten nicht nur im Rahmen der Stimmrechtsausübung verstärkt, bei der wir ökologische oder soziale Traktanden bei unseren Aktienbeständen analysieren, sondern sind auch ClimateAction100+ beigetreten, um beim klimabezogenen Unternehmensdialog mitzuwirken. Für den nächsten Referenz¬zeitraum planen wir, unseren Engagement-Ansatz weiter auszubauen, insbesondere im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere. Ausserdem steht die Integration von klimabezogenen Kennzahlen in der internen und in der Kundenberichterstattung im Fokus.

- Immobilien Aktuelle Situation: Unter Berücksichtigung des gesamten Immobilien-investitionszyklusses glauben wir, dass PAI’s am besten in einem kombinierten Ansatz gesteuert werden können, der Akquisition, Bau und Betrieb umfasst. Für ersteres wurden PAI’s umfassend in den Due-Diligence-Prozess bei Immobilienakquisitionen einbezogen. Dabei wurde auf die relevantesten KPI’s abgestützt, wie sie von der Immobiliensparte von Swiss Life Asset Managers definiert wurden. Letzteres wird auf mehreren Ebenen angestrebt. Um beispielsweise die nachteiligen Auswirkungen der Treibhausgasemissionen auf die Nachhaltigkeit anzugehen, analysieren wir die Kohlenstoffemissionen des Portfolios und versuchen, ein Reduktions¬potenzial festzulegen, das das gesamte Immobilienportfolio umfasst. Für den nächsten Referenzzeitraum planen wir, die Transparenz und den Umfang der Daten zur ESG-Performance zu erhöhen, messbare Ziele für unseren Emissionsreduktionspfad zu definieren und die Leistungen anhand dieser Ziele zu überwachen. Darüber hinaus steht auch das Engagement mit Mietern (insbesondere offener Dialog und Zufriedenheitsumfragen) im Fokus.

- Infrastruktur Aktuelle Situation: PAI’s werden durch Due-Diligence-Prüfungen, Ausschlüsse, Benchmarking von Portfoliounternehmen in unabhängigen Analysen und die Umsetzung einer ESG-Strategie gesteuert, die darauf abzielt, PAI’s durch ESG-Massnahmen im Asset Management laufend zu minimieren. Für Infrastruktur-Anlagen wird, basierend auf den Ergebnissen der Due Diligence, vor der Investition ein Plan mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Zielen und -Massnahmen definiert. Die systematische Erfassung von KPI’s wird derzeit eingeführt, wobei die Treibhausgasemissionen zu den Indikatoren gehören, die fokussiert verfolgt und reduziert werden sollen. Für den nächsten Referenzzeitraum ist die weitere Ausarbeitung und Umsetzung des Engagement-Ansatzes geplant.

Engagement-Aktivitäten und Engagement-Richtlinie

Swiss Life Asset Managers betrachtet Engagement als integralen Bestandteil ihres Ansatzes zum verantwortungsbewussten Anlegen. Die Engagement-Aktivitäten basieren auf dem Prinzip der aktiven Übernahme von Verantwortung. Die Engagement-Richtlinie von Swiss Life Asset Managers finden Sie hier:
https://www.swisslife-am.com/de/home/unternehmen/engagement/responsible-investment.html

Internationale Standards

Die Swiss Life-Gruppe bzw. Swiss Life Asset Managers ist Unterzeichner oder Mitglied der folgenden Initiativen, die u.a. Standards und Best Practices für verantwortungsbewusstes Anlegen in der Vermögensverwaltungsbranche festlegen:
 

Mitgliedschaften und Auszeichnungen

"Swiss Life Asset Managers" ist der Markenname für die Vermögensverwaltungsaktivitäten der Swiss
Life-Gruppe.

Stand: 10.03.2021

¹ Quelle: Internationale Energieagentur; https://www.iea.org/topics/buildings (Letzter Abruf: 25.02.2021)

² Swisslife Responsible Investment Report - S. 7; https://myflippingbook.ch/swisslife/desktop.php?param=responsible_investment_report_0120_e#meetpageflip/page/6-7 (Letzter Abruf: 25.02.2021)