Hund, Katze, Piepmatz & Co. – Verreisen leicht gemacht!

Endlich ist sie da – die Urlaubszeit! In vielen Unterkünften sind keine Tiere erlaubt. Diese Tatsache stellt viele Tierbesitzer vor eine große Herausforderung. Dabei können Tierliebhaber ihren Urlaub ganz einfach selbstbestimmt planen. Denn es gibt einige tolle Reiseziele, zu denen der Vierbeiner mitgenommen werden kann. Ist dies nicht möglich, sorgt eine Tierpension oder ein Tiersitter für eine professionelle Betreuung.

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Urlaub mit Wau-Effekt

Ein Sommerurlaub ohne den geliebten Vierbeiner ist nur halb so schön. Deshalb sollten Sie für die freien Tage gut planen. Während Hunde am liebsten mit in den Urlaub fahren, bedeutet ein Umgebungswechsel für Katzen großen Stress. Sie bleiben bevorzugt in ihrer gewohnten Umgebung.

Bevor Sie Ihr Reiseziel festlegen, gilt es also gut zu überlegen, ob es für Ihren tierischen Freund überhaupt geeignet ist. Eine Flugreise mit einem Hund ist weniger zu empfehlen. Zwar dürfen Sie einen Hund zwischen 6 bis 10 kg (variiert je Airline) in der Kabine mitnehmen, doch setzen ihn die ungewohnten Geräusche und der Druckausgleich unter Stress. Auch die Unterbringung in einer beengten Transportbox im Laderaum der Maschine macht Hunden enorm zu schaffen.  

Konzentrieren Sie sich lieber auf Reiseziele, die Sie mit dem Auto erreichen können. Beliebte Destinationen für Hundebesitzer sind zum Beispiel Deutschland, Italien, Kroatien, die Niederlande und Skandinavien. Dort gibt es Hundestrände, an denen Sie mit Ihrem treuen Begleiter an Land und im Wasser toben können. Beliebte Hundestrände sind beispielweise Monty’s Dog Beach & Bar im kroatischen Crikvenica, der Doggy Beach im italienischen Lignano Sabbiadoro, Beach End im holländischen Nordwijk oder Sie haben die Quahl der Wahl zwischen 15 Hundestränden auf der deutschen Insel Sylt. Wer die schönste Zeit des Jahres lieber in den Bergen verbringt, der ist in Österreich gut aufgehoben. Dort gibt es individuelle Wandertouren, bei denen Sie gemeinsam mit Ihrem Vierbeiner die Berge erklimmen können. Oder Sie vergessen den Alltag bei einem entspannten Wellness-Urlaub in Gesellschaft Ihres treuen Begleiters. Schöne Reisen mit hohem Wohlfühlfaktor gibt es zum Beispiel nach Meran oder ins Zillertal. Außergewöhnlich und für Abenteuerlustige besonders zu empfehlen ist übrigens ein Hausboot-Urlaub: Ihr Hund genießt Abwechslung und frische Luft – Seite an Seite mit Ihnen. 

 

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Reisen mit dem Auto – richtige Vorbereitungen treffen

Damit Sie mit Ihrem Hund gesund und munter das Reiseziel erreichen, sollten Sie ein paar Punkte beachten. Machen Sie Ihr Familienmitglied vor der Abreise langsam mit dem Autofahren vertraut, indem Sie ihn auf kurze Strecken mitnehmen. Dabei werden Sie schon bald feststellen, ob Ihr Vierbeiner an einer Reisekrankheit leidet. Lassen Sie sich von einem Tierarzt über geeignete Medikamente für Ihre Hundereiseapotheke beraten.

Gerade auf langen Autostrecken sollten Sie Ihren tierischen Freund gut gesichert im Auto unterbringen. Dafür gibt es spezielle Sicherheitsgurte oder auch Transportboxen. Diese schützen bei einem Unfall vor Verletzungen.

In den letzten Stunden vor der Abfahrt empfiehlt sich ein ausgiebiger Spaziergang. Das macht Ihren Liebling müde und entspannter für die lange Reise. Immer griffbereit im Gepäck sollten eine Leine, ein Halsband, Futter- und Wassernapf sowie ausreichend Futter und Wasser sein. Wichtig sind auch Kotbeutel sowie Tücher, wenn mal etwas daneben geht. Planen Sie alle zwei bis drei Stunden eine Pause ein. Ihr Hund braucht regelmäßigen Auslauf und reichhaltig Wasser.

Lassen Sie Ihren vierbeinigen Freund bei warmen Temperaturen niemals alleine im Auto zurück – auch wenn Sie nur kurz das Auto verlassen. Hunde bekommen sehr schnell einen Hitzschlag, der gravierende Folgen haben kann. 

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Böse Überraschungen vermeiden

Machen Sie sich bereits im Vorfeld mit den Einreisebestimmungen Ihres Reiseziels vertraut und lassen Sie Impfungen oder Entwurmungen vom Tierarzt auffrischen. So vermeiden Sie, dass Ihr Liebling kurzerhand in Quarantäne landet oder sich womöglich von freilaufenden Straßentieren mit einer Krankheit infiziert. 

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Die richtige Urlaubsbetreuung für Daheimgebliebene

Katzen, Nager, Vögel und Reptilien sollten – wenn möglich – in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Im besten Fall kümmert sich ein zuverlässiger Nachbar oder Freund um Ihr tierisches Familienmitglied. Mindestens einmal am Tag sollte eine Fütterung erfolgen und die Katzentoilette bzw. der Käfig gereinigt werden. Eine ausführliche Einweisung für eine optimale Pflege ist auf jeden Fall empfehlenswert – vor allem, wenn Ihr Tier auf medizinische Versorgung angewiesen ist. 

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Gute Pflegestellen erkennen

Eine weitere Möglichkeit ist eine Betreuung über eine Tiersitter-Agentur. Dort bieten oft staatlich geprüfte Tierpfleger eine professionelle und artgerechte Versorgung im vertrauten Heim an. Oder Sie entscheiden sich für eine Katzen-, Hunde- oder Kleintierpension. Wichtig ist, dass Sie den Tiersitter oder die Pension vorab genau unter die Lupe nehmen. Bei einem privaten Tierpfleger ist Ihr Bauchgefühl gefragt. Denn die Überprüfung der Qualifikation ist schwierig.

Einer Tierpension sollten Sie vorab auf jeden Fall einen Besuch abstatten, um sich einen realistischen Eindruck von der Unterkunft machen zu können. Dabei sollten Sie auf Unterbringungsmöglichkeiten, Sauberkeit, Futtermittel und die Anzahl der dort tätigen Pfleger achten. Ein gutes Zeichen ist es, wenn Sie nach dem Entwurmungsstatus, Impfausweis und einer Haftpflichtversicherung gefragt werden, bevor Ihr Tier aufgenommen wird. Schließlich soll Ihr Liebling während Ihrer Abwesenheit in guten Händen sein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie am besten bei Ihrem ortsansässigen Tierschutzverein nach. Dort bekommen Sie gute Empfehlungen rund um das Thema Tiersitting. Dann können Sie ganz entspannt Ihren Urlaub genießen.  

Gelassen verreisen mit einer guten Absicherung

Tiersitter, Katzenhalter & Co. sollten vorab prüfen, ob im Rahmen ihrer privaten Haftpflichtversicherung Schäden versichert sind, welche sie schuldhaft zu verantworten haben. In den meisten Haftpflichtversicherungen ist der Schutz eingeschlossen. Für Schäden, die Ihr Hund verursacht, wird eine spezielle Tierhalter-Haftpflichtversicherung empfohlen, die dafür aufkommt. 

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