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Deutsche sorgen privat nicht ausreichend vor – und sehen Staat in der Pflicht

Es ist ein offenes Geheimnis: Die gesetzliche Rente wird künftig nicht reichen, um den eigenen Lebensstandard zu sichern. Das sorgt für Unsicherheit in der Bevölkerung – doch nicht jeder zieht daraus Konsequenzen. Stattdessen fordern die Deutschen mehr Unterstützung von der Politik. Wie handhaben sie ihre Altersvorsorge konkret? Swiss Life hat in einer umfassenden repräsentativen Studie nachgefragt.

Jeder zweite Deutsche hält es für wahrscheinlich, dass ihn die Altersarmut treffen wird (47 Prozent). Dennoch sorgen nur 61 Prozent über die gesetzliche Rentenversicherung hinaus fürs Alter vor. Von den anderen 39 Prozent gibt die Hälfte an, auch in Zukunft nicht aktiv werden zu wollen. Hauptgrund ist die finanzielle Situation. „Ich kann es mir nicht leisten“, sagen 57 Prozent der Befragten.  Mit der finanziellen Situation ist lediglich jeder Zweite (56 Prozent) zufrieden. 

Dazu Jörg Arnold, CEO von Swiss Life Deutschland: „Gerade Geringverdiener müssen stärker unterstützt werden. Im Rahmen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes passiert das gerade – ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“ Dennoch rät er jedem, möglichst früh mit der Vorsorge zu beginnen, selbst wenn nicht viel Geld zur Verfügung steht. „Schon kleine Summen lohnen sich bei einer langen Laufzeit. Hierbei wird oft die Wirkung des Zinseszinseffekts deutlich unterschätzt.“ 

Statt selbst vorzusorgen, sehen viele Menschen die Politik in der Pflicht. Fast zwei Drittel fordern eine Erhöhung der staatlichen Rente (62 Prozent). „Ein verständlicher Wunsch – aber woher soll das Geld kommen? Ich kann nur jedem raten, selbst Verantwortung für sich zu übernehmen“, so Arnold. Sein Tipp: „Wer eine attraktive Zusatzversorgung im Alter anstrebt, kommt nicht umhin, sich mit Produkten zu befassen, die weniger garantieren und stattdessen stärker renditeorientiert anlegen. Sehr sichere Renditen gleichen in dieser Ära der Niedrigzinsen nicht einmal die jährliche Geldentwertung aus.“ 

Alle Ergebnisse der Studie finden Sie hier in unserer Pressemitteilung.

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