Dann kam die Flut: Große Mehrheit der Deutschen nicht gegen Hochwasser und Starkregen abgesichert

Extremwetter-Ereignisse häufen sich. Trotzdem ist die große Mehrheit der Deutschen nicht gegen Hochwasser und Starkregen abgesichert. Ein Fehler, denn die allermeisten Schäden treten in nichtgefährdeten Regionen auf.

Tagelang regnete es im niedersächsischen Bad Harzburg. Der Wasserpegel des Radaus stieg unerlässlich. Als Peter Müller, 79 Jahre alt, und seine Frau Hertha Müller, 76 Jahre alt, am Morgen des 27. Juli aus dem Fenster sahen, trauten sie ihren Augen nicht. Ihr Haus lag wie eine Insel mitten im Wasser. Als sich der Fluss wieder in sein Bett zurückgezogen hatte, wurden die Ausmaße der Schäden erst sichtbar. Teile des Grundstücks, eine Stahltreppe und das Gartenhaus samt Inhalt waren weggespült. Der Keller des Hauses stand unter Wasser. Sofa, Sessel, Teppich – das Mobiliar ist nicht mehr zu gebrauchen. Die Schadenssumme  bewegt sich in einem größeren fünfstelligen Bereich.  Die Müllers haben trotzdem Glück im Unglück. Sie haben vor zwei Jahren sowohl innerhalb der Gebäude- als auch innerhalb ihrer Hausratversicherung einen Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung abgeschlossen. So wird die Schadenssumme in Kürze  auf ihrem Konto liegen.

So viel Glück haben all diejenigen nicht, die diesen Zusatzschutz nicht mitbedacht haben. Nur 22 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie von Swiss Life Deutschland haben angegeben, eine Gebäudeversicherung mit einem Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung abgeschlossen zu haben. Lediglich 29 Prozent der Befragten verfügen über einen solchen Zusatzbaustein in der Hausratversicherung. „Ohne die Elementarschadenversicherung werden Hochwasser- und Starkregenschäden nicht übernommen“, warnt Carsten Alisch, Produktmanager bei Swiss Life Deutschland.  

original

Der Grund für die schlechte Absicherung: Viele Menschen wiegen sich fälschlicherweise in Sicherheit. 76 Prozent von ihnen halten Hochwasserschäden für überhaupt nicht oder eher nicht wahrscheinlich. Sie glauben, wenn sie in nichtgefährdeten Regionen leben, seien sie vor Elementarschäden sicher. Jedoch treten rund 94,7 Prozent davon gerade hier auf. Der Blick in den Versicherungsordner und ein Upgrade lohnen sich. Denn die von Hochwasser und Starkregen verursachten Kosten können sehr hoch werden und Familien auf Dauer finanziell aus der Bahn werfen.

Unser Tipp an Hausbesitzer: Den Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung sowohl bei der Hausrat- als auch bei der Gebäudeversicherung abschließen. 

Weitere Informationen: Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov-Deutschland GmbH im Auftrag von Swiss Life Deutschland, an der im März 2017 2062 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung.

×