Plötzlich knallt's: So entstehen Sommergewitter

Gerade liegt man noch entspannt in der Sonne, im nächsten Moment ziehen dunkle Wolken auf. Kurz darauf kracht es. Etwa 40 solcher Gewitter entstehen im Laufe eines Sommers hierzulande.

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Ein Gewitter kann innerhalb weniger Minuten aufkommen. Meist kündigt es sich jedoch an. An der Entstehung sind vielerlei äußere Einflüsse beteiligt. Bei sehr heißen Temperaturen heizt sich der Boden auf. Die warme Feuchtigkeit aus der Erde verdunstet und mischt sich mit der Luftschicht über dem Erdboden, die dadurch erwärmt wird.

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Diese feuchte und sehr warme Luft wird leichter und steigt nach oben. In den oberen Schichten der Atmosphäre kühlt der Dampf ab und kondensiert zu Tröpfchen. Somit kann es schnell passieren, dass sich vor einem blauen Sommerhimmel turmhohe Wolken aufbauen.

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Im oberen Teil der Wolke bildet sich eine Art Dach, das aus winzigen Eiskristallen besteht. 

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Die elektrische Spannung steigt auf bis zu mehrere hundert Millionen Volt an, bis eine kritische Grenze überschritten wird. Es entsteht ein gigantischer Kurzschluss: ein Blitz. 

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Ein Blitz kann sich innerhalb der Wolke…

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…oder zwischen Wolke und Boden entladen.

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Im Sommer 2012 wurde ein neuer Blitz-Weltrekord aufgezeichnet: Der am längsten dauernde Blitz hielt sich 7,74 Sekunden über dem Südosten Frankreichs. Er schoss 200 Kilometer waagerecht über den Himmel. Die Entladungen hangelten sich von einer Wolke zur nächsten.

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Ein Gewitter ist ein gewaltiges Naturschauspiel, das auf viele Fotografen einen großen Reiz ausübt.  Bei der Verlockung, das schönste Bild zu erwischen, sollte jedoch immer die Sicherheit im Vordergrund stehen. Daher auf genügend Abstand zum Gewitter achten; Bäume, Masten, hohe Gebäude meiden; am besten das eigen Auto beim Fotografieren in der Nähe haben und sich notfalls dorthin zurückziehen – als Faradaysche Käfige leiten sie die Blitzenergie ab. 

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Obwohl sich vor dem Hintergrund des Klimawandels Extremwetter-Ereignisse häufen, schätzt die Mehrheit der Deutschen die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft selbst von dadurch verursachten Schäden betroffen zu sein, als eher gering ein. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Swiss Life Select. Die Folge: Elementarschäden werden unzureichend abgesichert und die Betroffenen müssen die Kosten häufig selbst tragen.

Mehr zur Studie „Extremwetter-Ereignisse: Deutsche unterschätzen Gefahren“ und wie man sich gegen Elementarschäden absichern kann, finden Sie hier.

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