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Beruf und Familie: Organisation ist alles

Den Beruf zugunsten der Kinder komplett aufgeben – das können oder wollen junge Frauen heute immer seltener. Trotzdem leisten vor allem Mütter nach wie vor einen Großteil der Familienarbeit. Klare Absprachen, ein zuverlässiges Netzwerk und gutes Zeitmanagement erleichtern den doppelten Einsatz.

Mama zu Hause am Herd – dieses Rollenbild erscheint immer mehr Paaren überholt. Beruf und Gehalt zugunsten der Kinder komplett aufzugeben, können sich die wenigsten jungen Frauen noch vorstellen. Zwei von drei Müttern sind heute erwerbstätig, deutlich mehr als noch von 10 oder 20 Jahren. 

Allerdings ist es nach wie vor meist Mama, die fürs Familienmanagement ihre Stundenzahl reduziert, während Papa Vollzeit arbeitet. Hauptgrund ist das Geld: Nach wie vor verdienen Männer im Schnitt besser. Aber auch der Wunsch, in den ersten Jahren für die Kinder da zu sein und diese unwiederbringliche Zeit intensiv zu erleben, lässt viele Mütter freiwillig kürzertreten. 

Egal, ob aus finanziellen Gründen oder freien Stücken: Der Alltag mit Job und Kleinkind ist oft anstrengend – gerade wenn die Kita streikt oder der Kindergeburtstag mit dem wichtigen Kundentermin kollidiert. Mit diesen Tipps verlieren Sie beruflich nicht den Anschluss und kommen entspannter durch den Familienalltag: 

  • ElterngeldPlus: Elterngeld trotz Teilzeitjob

Je kürzer die Familienpause, desto weniger leidet die Karriere. Wer bereits relativ früh in Teilzeit an den Arbeitsplatz zurückkehrt, bleibt bei Kunden, Kollegen und Vorgesetzten präsent. Um Mütter – und natürlich auch Väter beim frühen Wiedereinstieg zu unterstützen, hat die Bundesregierung 2015 das ElterngeldPlus eingeführt. Statt 14 Monate lang können junge Eltern, die in Teilzeit arbeiten, nun bis zu 28 Monate lang ein reduziertes Elterngeld parallel zum Gehalt beziehen. So bleibt auch finanziell mehr Luft für Alltagshilfen, zum Beispiel zusätzliche Kinderbetreuung oder eine Haushaltshilfe. Und auch das staatliche Rentenkonto und die private Altersvorsorge profitieren. 

  • Elternzeit: Warum nicht mal tauschen?

Auch die Frage, wer wann wie lange Elternzeit nimmt, können Sie seit 2015 noch flexibler klären. Sie haben die Möglichkeit, bis zu 24 (statt nur 12) Monate Ihrer dreijährigen Elternzeit später – nämlich bis zum achten Lebensjahr des Kindes – nehmen, beispielsweise zur Einschulung oder bei einem Umzug. Außerdem dürfen Sie und Ihr Partner Ihre Elternzeit in je drei Abschnitte aufteilen. Das macht oft Sinn, denn kürzere Pausen sind in vielen Unternehmen leichter zu realisieren, als drei Jahre am Stück. Und wer sich zu Hause und im Job abwechselt, kann auch viel besser beurteilen, was der andere Partner gerade leistet – ein wichtiger Faktor für eine stabile Beziehung und gegenseitige Unterstützung und Hilfsbereitschaft. 

  • Genug Zeit für alle dank Zeitmanagement

Fakt ist: Unabhängig davon, wie Sie Erwerbs- und Familienarbeit mit Ihrem Partner aufteilen, ist der doppelte Einsatz oft anstrengend. Berufstätige Familienmanager brauchen deshalb ein praktikables Zeitmanagement: Verplanen Sie den Tag nicht bis auf die letzte Minute, sondern kalkulieren Sie grundsätzlich 10 bis 15 Minuten Zeitpuffer ein. Dann geraten Sie nicht so schnell unter Druck, wenn Sie den Bus verpassen, keinen Parkplatz finden oder lange warten müssen. Wenn der Kalender überquillt, sollten Sie Termine streichen. Auch für den Nachwuchs muss es nicht jeden Tag Programmpunkte geben. Gerade kleine Kinder brauchen auch Ruhe und verlässliche Rituale wie eine Gute-Nacht-Geschichte, die den Tag strukturieren. 

  • Networking Mom: Das Netzwerk hilft

Die gute Nachricht: Egal ob berufstätige Mom oder Teilzeit-Daddy – für junge Eltern ist es relativ leicht, neue Kontakte zu knüpfen: Kindergarten, Krabbelgruppe, Spielplatz, Nachbarschaft oder Soziale Medien – gehen Sie offen auf andere Eltern zu und schaffen Sie sich ein zuverlässiges Netzwerk, in dem einer dem anderen hilft.

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