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Kindersicherheit im Netz – darauf sollten Sie achten

Auf Kinder und Jugendliche übt das Surfen im Internet eine große Anziehungskraft aus. Schließlich gibt es hier so viel zu entdecken! Zum Schutz der Kinder ist es jedoch unumgänglich, ein paar Netz- und Sicherheitsregeln zu vereinbaren.

Mit der uneingeschränkten Nutzung des Internets sind Kinder zahlreichen Risiken ausgesetzt. Neben der Konfrontation mit ungeeigneten Inhalten wie Pornografie, Gewalt und Extremismus besteht die Gefahr von Kontaktversuchen durch Fremde. Kinder und Jugendliche können oft noch nicht einschätzen, was und wie viel sie online von sich preisgeben sollten. Auch die Gefahr von Cyber-Mobbing erhöht sich durch intensive Online-Kommunikation. Die Studie Jugend, Information, (Multi-)Media des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest von 2016 liefert zahlreiche Aufschlüsse zum Medienverhalten und Internetkonsum von Kindern und Jugendlichen. Aus ihr geht hervor, dass eine Betreuung durch die Eltern beim Umgang mit Medien sinnvoll ist. 

Laut Experten ist es wichtig, dass Eltern sich Zeit nehmen, gemeinsam mit ihrem Kind (unangenehme) Begegnungen, die online gemacht wurden, zu besprechen und auch später weiterhin Interesse zu zeigen. Denn so, wie Eltern in der realen Welt die Interessen, Erlebnisse und Freunde und der Kinder kennen, sollte das auch für das Internet gelten. Ein generelles Verbot wirkt allerdings eventuell kontraproduktiv, daher empfehlen Medienpädagogen: Verstehen und vertrauen ist besser als verbieten.

Mutter und Kind schauen gemeinsam in einen Laptop

Gemeinsames Beginnen

Im Kindergarten- und Grundschulalter sollten Eltern und Kinder in jedem Fall gemeinsam auf Entdeckungsreise durchs Internet gehen. Hier können spielerisch aufbereitete (Lern-)Seiten ohne Werbeinhalte die Neugier der Kleinen stillen. Dazu eignen sich Seiten, die extra für Kinder konzipiert und pädagogisch geprüft oder begleitet werden, wie zum Beispiel fragfinn.demeine-startseite.de, lernspass-fuer-kinder.de, internet-abc.de.

Mädchen sitzt alleine am Laptop

Feste Zeiten vereinbaren

Gerade zu Beginn ist es außerdem sinnvoll, Regeln für die Nutzungsdauer festzulegen. Denn: Bei der Entdeckung des Internets sollten andere Interessen nicht vernachlässigt werden. Hilfreiche Tipps für den Umgang mit Medien bei Kindern liefert zum Beispiel die Seite surfen-ohne-risiko.net

Kinder spielen Fußball im Freien

Technische Unterstützung

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) empfiehlt, ein Jugendschutzprogramm zu installieren. Solche Programme lassen nur geprüfte Internetseiten zu und setzen technische Filter. Je nach Alter des Kindes können die Einstellungen geändert werden.
Das Gleiche gilt natürlich auch fürs mobile Surfen. Um die Smartphone-Nutzung der Kinder sicherer zu gestalten, sollten die geräteeigenen Sicherheitseinstellungen aktiviert werden. Zahlungsinformationen gilt es möglichst nicht zu hinterlegen . Alternativ besteht die Möglichkeit, den Zugang im App-Shop zumindest mit einem Passwort für jeden Kauf zu sichern. Eine App – ähnlich dem Jugendschutzprogramm für PCs – kann zusätzlich auf dem Smartphone oder Tablet installiert werden: JusProg-Kinderschutzbrowser.

Kind konsumiert Medien via Tablet

Das Wichtigste zum Datenschutz

Wichtig in der Online-Kommunikation ist ein vorsichtiger Umgang mit persönlichen Daten. Eltern sollten ihre Kinder dahingehend sensibilisieren und sie auf mögliche Folgen der Weitergabe von Daten im Internet aufmerksam machen. Die betrifft sowohl soziale Netzwerke und Chat-Communitys oder Foren als auch die Teilnahme an Gewinnspielen zum Beispiel.
Bei der Weitergabe von Daten gilt: Weniger ist meist mehr.

Vater und Sohn liegen auf dem Bett und schauen in einen Laptop

© Fotos: thinkstock

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