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Schneller – höher – älter. Wie Senioren den Extremsport für sich entdecken.

Ab einem gewissen Alter sollte man sich schonen. Von wegen! So mancher Rentner sucht die Herausforderung im Extremsport.

Möglichst lange geistig und körperlich fit bleiben – mit einem aktiven Lebensstil können wir selbst dazu beitragen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Denn regelmäßiges sportliches Training kann das Immunsystem stärken, ist gesund fürs Herz und soll durch verbesserte Durchblutung unsere geistige Leistungsfähigkeit steigern. Und es ist nie zu spät, damit zu beginnen. Die erste Anmeldung im Fitnessstudio mit 40 Jahren, 55-jährig wieder mit dem Lieblingssport der Jugend beginnen oder mit über 70 das Joggen für sich entdecken: Die Möglichkeiten sind ebenso vielfältig wie die Definition vom „aktiven Lebensstil“.

Für die einen bedeutet es Dauerlauf im Park,  die anderen haben Extremsportarten für sich entdeckt. Und das in hohem Alter. Senioren und Extremsport, passt das zusammen? Definitiv – wie unsere Beispiele zeigen.

„Für 50 Sekunden bist du ein Vogel“

Als intensivstes und atemberaubendes Gefühl beschreibt Dilys Price ihr Hobby – Skydiving. Mit mehr als 80 Jahren ist die Waliserin nach wie vor eine begeisterte Anhängerin des Sports und hat, seit sie im Alter von 54 Jahren damit begonnen hat, mittlerweile rund 1.100 Sprünge absolviert.

Auf die Frage der Daily Mail, ob sie denn keine Angst habe, dabei zu sterben, antwortete sie nur „Well, what a way to die, having fun.“

Der Hundertjährige, der Marathon lief

Auch wenn er vor einigen Jahren im stolzen Alter von 101 Jahren seine aktive sportliche Karriere beendete, so ist Fauja Singh wohl einer der berühmtesten Läufer der Welt – und der älteste Mensch, der je einen Marathon lief. 

Mit 89 Jahren lief er seinen ersten, insgesamt folgten 15 weitere Marathon- und Halbmarathonläufe. Persönliche Bestzeit und  zugleich Weltrekord für die Altersklasse M90: 5:40:04 Stunden. 2011 absolvierte er in Toronto als erster Hundertjähriger und zugleich ältester Mensch einen Marathon in 8:25:16. Das war zwar sechs Stunden langsamer als der Sieger, aber nach ihm kamen noch fünf Läufer ins Ziel, alle bedeutend jünger.

Warum Marathon, wenn es auch den Ultramarathon gibt?

Das dachte sich Hajo Palm, Jahrgang 1949, seines Zeichens Feuerzangenbowle-Wirt auf dem Weihnachtsmarkt. Und erfüllte sich 2013 seinen Traum vom Laufen. Als Zweitältester startete er beim Badwater Run

Die Aufgabe: Mehr als 200 Kilometer am Stück bei 50 Grad Hitze laufen, Zeitlimit 48 Stunden. Das schaffen nur die Härtesten. Hajo Palm kam nach knapp 40 Stunden als Vierzigster von 96 Teilnehmern – und als einziger Deutscher – ins Ziel.

Eine Erfahrung, die Lust auf mehr macht. Der Hitzeliebhaber und Wüstenfan hat Blut geleckt und will bald wieder beim Badwater Run starten. 

Sein Motto? „No pain, no gain. Am Ende läufst du nur mit dem Kopf.“

Diese Senioren zeigen: Extreme Herausforderungen sind nicht vom Alter abhängig. Nichtsdestotrotz muss es nicht immer gleich Extremsport sein. Generell gilt: Bewegung hält fit und bringt gute Laune.

Hajo Palm läuft Ultramarathon

Foto: © Hajo Palm 

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