BU-Leistungsanträge – darauf sollten Sie achten.

Immer wieder lehnen Versicherer Anträge auf eine BU-Rente ab. Nicht selten landen diese Streitfälle vor Gericht. Erfahren Sie hier mehr darüber.

Die Leistungsquote – also das Verhältnis von anerkannten zu eingereichten BU-Leistungsanträgen – beträgt laut Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) insgesamt 78 Prozent. 22 Prozent der Leistungsanträge waren also nicht erfolgreich. Nicht selten landen diese Streitfälle vor Gericht. Doch warum scheitern so viele Leistungsanträge? Und was können Verbraucher unternehmen?

Auch hier lohnt sich der Blick in die Statistik. Laut einer Studie des Analysehauses „Morgen & Morgen“ aus dem Frühjahr 2017 ist mit 35 Prozent der am häufigsten genannte Ablehnungsgrund, dass der Kunde nicht reagiert bzw. den Leistungsantrag nicht weiterverfolgt.

Der zweithäufigste Grund für die Nichtleistung der Versicherer ist der Grad der Berufsunfähigkeit. Ist die versicherte Person zu mindestens 50 Prozent in der Lage, ihren bisherigen Beruf auszuüben, dann gibt es in der Regel auch eine Leistung – zum Beispiel bei Swiss Life. In vielen Fällen reicht ein ärztliches Gutachten des behandelnden Arztes aus, in dem das Krankheitsbild genau beschrieben wird. Darüber hinaus sollte Ihnen der Arzt bescheinigen, dass Sie nur noch die Hälfte der für Ihre Arbeit relevanten Aufgaben erledigen können.

Jede elfte Ablehnung (9 Prozent) ist darauf zurückzuführen, dass Kunden gegen die vorvertragliche Anzeigepflicht verstießen. Sobald der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss die Gesundheitsfragen nicht wahrheitsgemäß beantwortet hat, hat der Versicherer die Möglichkeit, den Vertrag entweder aufgrund arglistiger Täuschung anzufechten oder vom Vertrag zurückzutreten. Sie sollten also bei Vertragsabschluss stets darauf achten, alle Fragen vollständig und wahrheitsgemäß zu beantworten. So können Sie einer Anfechtung oder einem Rücktritt vorbeugen.

Viele Ablehnungen fallen heute übrigens weg, da immer mehr Versicherungen bei der BU auf die abstrakte Verweisung verzichten. Der Versicherer kann so seine Leistung nicht mehr verweigern, wenn die versicherte Person mit ihren gesundheitlichen Beschwerden noch einer anderen Tätigkeit nachgehen könnte. Die Marktstandards haben sich also kontinuierlich zum Vorteil des Kunden weiterentwickelt.

Die Ratingbewertungen von „Morgen & Morgen“ zeigen, dass die Zahl der „5-Sterne-Berufunfähigkeitsversicherung“ in den letzten zehn Jahren um knapp 300 Tarife gestiegen ist. Wenn Sie sich detaillierter informieren möchten, nutzen Sie die öffentlich zugänglichen Ratings der führenden Analysehäuser „Morgen & Morgen“ oder „Franke & Bornberg“. Tipp: Berücksichtigen Sie sich auch die Anerkennungsquoten der Versicherer.

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen. Hier erfahren Sie, wie wichtig eine Absicherung ist. Wir unterstützen Sie!

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