„Nach dem akuten Krisenmanagement brauchen wir jetzt nachhaltige Reformen: Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Staaten stärken und ein strukturpolitisches Frühwarnsystem schaffen – die Überwachung von strukturellen Fehlentwicklungen muss genauso sichtbar sein wie die Überwachung der Haushaltspolitik“, fordert der Bundeswirtschaftsminister in seiner Rede. Die konjunkturelle Erholung in Deutschland gewinne seiner Ansicht nach an Breite und Festigkeit. Es sei jedoch zwingend erforderlich, die öffentlichen Haushalte wieder auf einen stabilen und nachhaltigen Pfad zurückzuführen. „Dazu müssen wir uns aus den Kriseninstrumenten zurückziehen – denn auch die richtige Medizin schadet, wenn man sie zu lange nimmt“, so Rainer Brüderle. „Exit“ allein reiche jedoch nicht aus: „Wir müssen auch sparen – und zwar konsequent, intelligent und fair.“
„Die deutschen Bürger erwarten von der Politik nicht nur ein Spardiktat, sondern eine Vision. Sie haben längst verstanden, dass unsere Industrienation gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung einer Kernsanierung bedarf“, äußert sich Klaus G. Leyh,
CEO von Swiss Life in Deutschland, und warnt vor zu viel Zaghaftigkeit: „Die immer stärker drängenden Reformen des Bildungswesens, des Sozial-, Gesundheits- und Steuersystems, die Reform des Arbeitsmarkts, der Streitkräfte sowie der Energiepolitik sollten mutig angegangen werden.“
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