Zahlen lügen nicht. Sie sprechen eine deutliche Sprache – aber sie verraten längst nicht alles über den Ist-Zustand eines Unternehmens. Jede Kennziffer muss in einem Kontext gesehen werden. Einem Kontext, der aus langfristigen Entwicklungen besteht. Aus politischen Rahmenbedingungen und Weichenstellungen, die in der Vergangenheit vorgenommen wurden. Die Jahrespressekonferenz für das Geschäftsjahr 2006 von Swiss Life im Münchner Palais Leopold gab die Möglichkeit, einen Blick hinter die Zahlen zu werfen.
Und die sahen bei dem Versicherer auf den ersten Blick gut aus: Der Konzern hat den Reingewinn um neun Prozent auf 954 Millionen Schweizer Franken (CHF) gesteigert. Der Wert des Neugeschäfts erhöhte sich auf 121 Millionen CHF – ein Plus von 152 Prozent. Und die Bruttoprämieneinnahmen stiegen vor allem dank des wachsenden Auslandsgeschäfts um neun Prozent auf 22,1 Milliarden CHF. Soweit die Fakten. Um die Hintergründe zu erläutern, standen neben Konzernchef Rolf Dörig, noch Deutschland-CEO Manfred Behrens und der deutsche CFO Dr. Ronald Roos den Journalisten Rede und Antwort.
Einerseits überwog die Zufriedenheit, denn die für das Geschäftsjahr 2008 gesetzten Ziele sind bereits teilweise erfüllt. Die Eigenkapitalrendite lag 2006 mit 12,2 Prozent bereits über den angestrebten zehn Prozent. Auch das Basisergebnis des Versicherungsgeschäfts ist bereits höher als für 2008 geplant. Bei Reingewinn und Einnahmen durch Bruttoprämien steht Swiss Life kurz davor, die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Für 2007 strebt der Versicherer an, die Profitabilität weiter zu steigern, weiter zu wachsen und Synergien zwischen dem Versicherungs- und Bankgeschäft der konzerneigenen Banca del Gottardo zu nutzen. Dieses Wachstum soll vor allem aus eigener Kraft erfolgen. Zukäufe schließt Rolf Dörig zwar nicht "a priori" aus, doch um jeden Preis sollen sie nicht erfolgen. "Vieles, was auf der Strecke liegt, ist zu teuer", so der CEO des Konzerns.











