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Kombi-Modelle, Outsourcing und Zeitwertkonten: Trendforschung in der bAV
 
Mit dem 6. Münchner Fachforum Betriebliche Versorgung fand die erfolgreiche Veranstaltungsreihe ihren diesjährigen Abschluss. Die gute Nachricht: Fortsetzung folgt - in 2008.
Neue Wege in der betrieblichen Versorgung
 
 
Nachlese zur September-Veranstaltung
Bernd Klemm, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Leiter des Bereichs Betriebliche Altersversorgung und Partner der internationalen Anwaltskanzlei Lovells LLP in Deutschland, nahm in seinem Vortrag nicht nur "Aktuelle Rechtsentwicklungen in der betrieblichen Altersversorgung" unter die Lupe. Tipps und Trends rund um die bAV rundeten inhaltlich die sechste Veranstaltung der Reihe "Münchner Fachforum Betriebliche Versorgung" am Montag, den 10.09.2007, im Münchner Palais Leopold ab.

Den rund 100 Gästen präsentierte der Referent aktuelle Trends in der betrieblichen Altersversorgung: z.B. das Outsourcing von Pensionsverbindlichkeiten. Bei der Ausgliederung von diesen im laufenden Anstellungsverhältnis zeigte Klemm als mögliche Lösung ein Kombinationsmodell aus Pensionsfonds für den "past service" und rückgedeckter Unterstützungskasse für den "future service" auf. Denkbar seien auch sogenannte Treuhandkonstruktionen mittels eines "contractual trust arrangements" (CTA).

Nicht außen vor ließ Klemm die aktuelle Rechtsprechung und Vorhaben des Gesetzgebers.
Das Urteil des LAG München zur Unzulässigkeit von gezillmerten Versicherungsverträgen gab viel Anlass zur Diskussion mit dem Publikum. Neben einer Aufklärung über die Konsequenzen von gezillmerten Versicherungsverträgen empfahl der Arbeitsrechtler auch das Anbieten eines ungezillmerten Tarifes durch den Arbeitgeber sowie eine Dokumentation hierüber.
 
 
Münchner Fachforum Sept07 Klemm/Zimmermann
 
 
Bernd Klemm von Lovells LLP zusammen mit Thomas Zimmermann, Geschäftsführer von SLPM, auf dem 6. Münchner Fachforum im Palais Leopold (Foto:© Swiss Life)
Bei den Gesetzesvorhaben informierte Klemm über den Entwurf zur Förderung der betrieblichen Altersversorgung, der die Sozialversicherungsfreiheit der Entgeltumwandlung über das Jahr 2008 hinaus vorsieht. Außerdem sei angedacht, das Unverfallbarkeitsalter vom 30. auf das 25. Lebensjahr herabzusetzen.

Ebenfalls diskutiert wurde der Referentenentwurf zum Thema Zeitwertkonten: Geplant ist hier, eine gesetzliche Insolvenzsicherungspflicht für Wertguthaben einzuführen, wobei dieses ausschließlich in Geld geführt, extern angelegt und vom Vermögen des Arbeitgebers rechtlich getrennt werden soll. Als Insolvenzschutzmodell wäre aus Sicht des Referenten dafür ein CTA-Modell bestens geeignet.
Fortsetzung in 2008
Für das kommende Jahr plant Swiss Life zusammen mit SLPM (www.slpm.de) eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe. Die neuen Termine des "Münchner Fachforums Betriebliche Versorgung" werden Ende 2007 bekannt gegeben.
Branchentreff im Palais Leopold
Swiss Life hat gemeinsam mit der Tochtergesellschaft Schweizer Leben PensionsManagement (SLPM) GmbH 2007 die Veranstaltungsreihe Münchner Fachforum ins Leben gerufen, um bAV-Fachleuten aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen eine Plattform zum Austausch zu bieten. Willkommen sind all jene, die sich beruflich intensiv mit der betrieblichen Altersversorgung beschäftigen: Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Versicherungsvermittler, Mitarbeiter von Personalabteilungen sowie Gesellschafter-Geschäftsführer.

Alle Vortragsabende finden im Palais Leopold, dem historischen Stammsitz von Swiss Life in Deutschland an der Münchner Leopoldstraße, statt. Hochkarätige Gastredner stellen aktuelle Trends in der Branche vor. Bei einem zwanglosen Imbiss im Anschluss können die Themen in persönlichen Gesprächen vertieft werden.