Anlässlich der Preisverleihung betonte die Vertreterin der FinanzFachFrauen Heide Härtel-Herrmann: "Wir freuen uns sehr, dass so viele engagierte Journalistinnen das Thema 'Altersvorsorge für Frauen' aufgegriffen haben. Die FinanzFachFrauen möchten diese Entwicklung nachhaltig unterstützen. Wir möchten den Weltfrauentag zum Anlass nehmen, Frauen dazu aufzurufen, sich mit ihrer Altersvorsorge auseinanderzusetzen!" Die Initialzündung für den erstmalig ins Leben gerufenen Medienpreis ist das 2005 in Kraft getretene Alterseinkünftegesetz. Das Gesetz wirft für viele Frauen neue Fragen auf. Sie fragen sich, wie ihre Finanzlage einzuschätzen ist und wie sie für das Alter vorsorgen können.
Der Medienpreis der FinanzFachFrauen 2005 wurde von den Jurymitgliedern Tissy Bruns, Tagesspiegel; Heide Härtel-Herrmann, FinanzFachFrauen; Daniela Kuhr, Süddeutsche Zeitung und Susanne Mersmann, Brigitte vergeben. "Die Texte der Preisträgerinnen waren sehr verständlich und anschaulich geschrieben. Sie haben die Schwellenangst, die Leserinnen beim Thema 'Finanzen und Altersvorsorge' verspüren, bestimmt in vielen Fällen erheblich gesenkt", sagt die ehemalige Vorsitzende der Bundespressekonferenz, Tissy Bruns. Und Jurymitglied Daniela Kuhr meint: "Da die Erwerbsbiografien bei Männern und Frauen in der Regel immer noch sehr unterschiedlich sind, ist auch das Thema "Altersvorsorge" bei Frauen ein ganz eigenes. Das haben die eingereichten Beiträge (anschaulich) gezeigt."
Der erste Preis ging bei "When I'm Sixty-Five" 2005 an die Hamburger Online-Journalistin Wiebke Peters für den Beitrag 'Altersvorsorge-Special' auf www.brigitte.de. "Mit einem Tagebuch zum Thema Online-Beratung, einem Testgespräch bei Versicherungsmaklern sowie Tipps und Links zum Thema 'Altersvorsorge', versteht es Wiebke Peters die Informationsstrukturen des Mediums Internet zu nutzen, um junge Frauen aufzuklären. Sie bleibt dabei immer auf Augenhöhe", begründet die Jury ihre Entscheidung.
Über eine Ehrung als zweite Siegerin durfte sich die Journalistin Nadine Oberhuber aus München für ihren ZEIT-Artikel "Das verflixte X-Chromosom" freuen. Die Jury dazu: "Mit ihrem Artikel beleuchtet sie auf anschauliche und fundiert recherchierte Art und Weise das Problemfeld 'Unterschiedliche Versicherungstarife für Frauen und Männer'.
Für ihren Beitrag "Arm dran im Alter" - erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung - erhielt die Münchner Journalistin Sabine Hildebrandt-Woeckel den dritten Preis. Sie schreibt darüber, wie schwer sich Frauen tun, wenn es um ihre Altersvorsorge geht. "Der Beitrag rüttelt auf, beantwortet viele Fragen und motiviert die Leserinnen, für sich einzustehen und zu handeln", begründet die Jury ihr Urteil.