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Altersflecken - Länger selbstbestimmt leben

Länger selbstbestimmt leben.

Riester-Rente, Rürup-Rente

Staatlich geförderte Altersvorsorge

Der Staat fördert den Aufbau einer privaten Absicherung mit zwei unterschiedlichen Konzepten:

  • Die Riester-Rente wendet sich in erster Linie an Arbeitnehmer und Beamte.
  • Mit der Rürup-Rente können alle Bürger mit staatlicher Unterstützung für das Alter vorsorgen.

 

 

Gemeinsamkeiten von Riester-Rente und Rürup-Rente

  • Im Gegensatz zur gesetzlichen Rentenversicherung ist der Abschluss einer Riester- oder Rürup-Rente freiwillig.
  • Der Versicherungsträger ist keine staatliche Stelle; private Unternehmen bieten die verschiedensten förderfähigen Produkte an.
  • Rürup- und Riester-Rente können durch Zusatzversicherungen ergänzt werden.
  • Zu beiden Modellen sind auch fondsgebundene Produkte auf dem Markt.

Kurzinfo Riester-Rente

Bei der Riester-Rente sind rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Beamte unabhängig vom Einkommen unmittelbar förderberechtigt.

Ebenfalls unmittelbar förderberechtigt sind z.B. Landwirte, in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Selbstständige, Mitglieder der Künstlersozialversicherung oder geringfügig Beschäftigte, sofern diese auf die Versicherungsfreiheit verzichtet haben.

Die nicht rentenversicherungspflichtigen Ehepartner sind mittelbar förderberechtigt, wenn sie einen eigenen Altersvorsorgevertrag abschließen.

Gefördert wird über Zulagen (Grundzulagen und Kinderzulagen), die in den Altersvorsorgevertrag fließen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zum steuerlichen Sonderausgabenabzug

Voraussetzung für den Erhalt der vollen Zulagen: Der Versicherte zahlt einen Mindesteigenbeitrag in Höhe von 4 % seines rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens (max. 2.100 Euro) abzüglich der ihm zustehenden Zulagen in einen förderfähigen Altersvorsorgevertrag.

Die Auszahlung der Altersrente beginnt bei Neuverträgen frühestens mit Vollendung des 62. Lebensjahrs.

Kurzinfo Rürup-Rente

Jeder ist willkommen: Die Förderung der Rürup-Rente ist nicht auf bestimmte Personengruppen beschränkt. 

Die Rürup-Rente wird über Steuerersparnis im Rahmen des Sonderausgabenabzugs gefördert.

Sie ist Bestandteil der ersten Schicht des Drei-Schichten-Modells und damit aus Sicht des Staats der gesetzlichen Rentenversicherung gleichgestellt. Die Rürup-Rente kann ebenfalls nicht übertragen, beliehen, veräußert oder kapitalisiert werden – und ist damit in der Ansparphase sicher vor Pfändung sowie dem Zugriff durch die Agentur für Arbeit (= Hartz-IV-sicher), dem Sozialamt oder Gläubigern (= Insolvenzschutz).  

    Die Rürup-Rente ist als lebenslange monatliche Rente konzipiert und sieht keinerlei Ausnahmen vor – keine Teilkapitalisierung bei Rentenbeginn wie die Riester-Rente, keine Kapitalauszahlung im Todesfall an die Hinterbliebenen wie bei privaten Rentenversicherungen. 

Im Gegensatz zur Riester-Rente ist der monatliche Beitrag der Rürup-Rente nicht an das Einkommen gekoppelt. Es gibt keinen Mindestbeitrag für die Förderung.

Neben festen Grundbeiträgen können die Versicherten oft flexible Einzahlungsmöglichkeiten nutzen.

Rürup: Jährlich steigende Steuerersparnis

Der Staat unterstützt die Basisversorgung über einen steuerlichen Freibetrag: In der Erwerbsphase können Versicherte einen Teil der aufgewendeten Beiträge steuermindernd als Sonderausgaben geltend machen (§10 Abs. 1 Nr. 2b EStG). Derzeit lassen sich 82 % der Beiträge (Stand: 2016) steuerlich geltend machen, dieser Prozentsatz steigt bis zum Jahr 2025 auf 100 Prozent an.

Seit der Einführung der Rürup-Rente lag die jährliche Höchstgrenze immer bei 20.000 Euro (bzw. bei 40.000 Euro bei Ehepaaren). Seit dem 1. Januar 2015 gilt ein neuer dynamisierter Höchstbetrag. Das bedeutet, dass der Höchstbetrag jedes Jahr neu festgelegt wird und dabei voraussichtlich immer leicht steigen wird. Im Jahr 2016 beträgt die Höchstgrenze 22.767 Euro (2015: 22.172 Euro).

Zu so viel Prozent können sind Ihre Aufwendungen zur Altersversorgung steuerlich absetzbar.
Der Prozentsatz, der für Aufwendungen für die Altersvorsorge geltend gemacht werden kann, steigt bis zum Jahr 2025 kontinuierlich an. 2008 startete er bei 66%. Im Moment (2016) sind es 82%. 2025 werden es dann 100% sein.

Vom Staat gewünschte Sonderrollen

Bei beiden Modellen handelt es sich also um private Rentenversicherungen, die allerdings verschiedenen, vom Gesetzgeber geforderten Einschränkungen unterliegen. So können beispielsweise über eine Hinterbliebenenzusatzversicherung zwar Kinder finanziell abgesichert werden – aber nur so lange der Staat für sie Kindergeld zahlt. Ältere Sprösslinge, entfernte Verwandte oder gar beliebige Dritte können nicht bedacht werden.

Riester- wie auch Rürup-Rente unterliegen der nachgelagerten Besteuerung. Das heißt: Die Versicherungsbeiträge während der Ansparphase sind steuerlich begünstigt; dafür müssen die Leistungen im Ruhestand grundsätzlich voll versteuert werden. Bei klassischen privaten Rentenversicherungen sind die Beiträge zwar steuerlich nicht gefördert; dafür muss später die Rente nur mit dem Ertragsanteil versteuert werden. 

Insgesamt gilt: Obwohl beide Modelle vom Staat initiiert wurden, unterscheiden sich die Produkte der einzelnen Anbieter durchaus.

Trotz der verlockenden Förderung in der Ansparphase stellen Riester- und Rürup-Rente nicht für alle Interessenten die beste Lösung dar. Und anders als häufig dargestellt handelt es sich nicht um einfache Standardprodukte – um die richtige Entscheidung zu treffen, ist eine persönliche Beratung unbedingt erforderlich.