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Altersflecken - Länger selbstbestimmt leben

Länger selbstbestimmt leben.

Alterseinkünftegesetz

Wie Sie heute schon Ihre Steuerlast im Alter beeinflussen können

Zum 1. Januar 2005 ist eine Rentenreform in Kraft getreten, die die steuerliche Behandlung von Aufwendungen für die Altersvorsorge wie auch die der Renten neu regelt – das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG).

Welche Idee steht dahinter?

  • Verschiedene Wege der Vorsorge werden während des Erwerbslebens in unterschiedlichem Maße steuerlich gefördert.

    Die Beitragszahler sollen so entlastet werden, damit sie den finanziellen Spielraum für eine freiwillige, zusätzliche Altersvorsorge haben.

  • Im Gegenzug dazu müssen Rentner wie auch Pensionäre ihre Alterseinkünfte versteuern.
  • Welches Vorsorgeprodukt wie gefördert bzw. besteuert wird, hängt davon ab, welcher Kategorie es der Gesetzgeber zurechnet.

    Liegt beispielsweise der Schwerpunkt auf einer Basisabsicherung, gelten andere Regeln als bei einer Kapitalanlage.

Das Drei-Schichten-Modell veranschaulicht Förderung und Besteuerung:

 

 

1. Schicht: Basisversorgung

Zur Basisversorgung zählt der Gesetzgeber die gesetzliche Rentenversicherung (GRV), die berufsständische Versorgung, die Alterssicherung der Landwirte, die Künstlersozialversicherung sowie die sogenannte Rürup- oder Basis-Rente.


Die hier durch Beitragszahlung erworbenen Ansprüche können in der Regel nicht vererbt, beliehen, veräußert oder übertragen werden, sondern dienen der lebenslangen Absicherung des Versicherten in Form einer Rente.

Basisversorgung: Förderung, Besteuerung

  • Der Staat unterstützt die Basisversorgung über einen steuerlichen Freibetrag: In der Erwerbsphase können Versicherte einen Teil der aufgewendeten Beiträge steuermindernd als Sonderausgaben geltend machen (§ 10 Abs. 3 EStG).

  • Im Ruhestand wirkt sich dann die nachgelagerte Versteuerung aus. Das heißt, dass die Rentenzahlungen grundsätzlich in voller Höhe versteuert werden müssen. Da jedoch der Steuersatz dann meist niedriger ist als während des Erwerbslebens, ist die nachgelagerte Besteuerung in der Regel von Vorteil. Zudem gibt es bis 2040 eine Übergangsregelung.

2. Schicht: Zusatzversorgung

Zur Zusatzversorgung gehören die Riester-Rente sowie die betriebliche Altersversorgung (bAV) mit den fünf Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse, Pensionszusage und Unterstützungskasse.

Zusatzversorgung: Förderung, Besteuerung

  • Der Gesetzgeber fördert die Zusatzversorgung, indem er in der Erwerbsphase die Beiträge steuerfrei stellt (§ 3 Nr. 63 EStG) oder einen Sonderausgabenabzug (§ 10a EStG) ermöglicht.
  • Bei der Riester-Rente erhalten Versicherte direkte Zulagen für sich und ggf. für vorhandene Kinder.
  • Beiträge für eine Unterstützungskasse oder eine Pensions- oder Direktzusage unterliegen eigenen Bestimmungen. 

  • Im Ruhestand werden die Leistungen voll besteuert.

3. Schicht: Kapitalanlage

Hierzu werden Produkte gerechnet, die der Altersvorsorge oder einem anderweitigen Vermögensaufbau dienen können. Als Beispiele gelten kapitalbildende Lebensversicherungen, aufgeschobene Rentenversicherungen, fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherungen, Bank- und Investment-Sparpläne sowie Immobilien.


Damit sind hier Anlageformen zusammengefasst, die zwar der Altersvorsorge dienen können, aber im Hinblick auf Laufzeiten, Liquidität und Leistungen sehr flexibel sind und bei denen daher nach Ansicht des Gesetzgebers der Charakter einer Kapitalanlage überwiegt.

Kapitalanlage: Förderung, Besteuerung

  • Die Versicherungsformen und Produkte der dritten Schicht werden in der Ansparphase im Prinzip steuerlich nicht gefördert.

  • Anders jedoch im Ruhestand: In der Leistungsphase wird bei Lebensversicherungen ausschließlich der Ertrag besteuert (§ 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG). Wählt der Kunde eine Rentenzahlung aus einer privaten Rentenversicherung, werden die Renten nur mit dem sog. Ertragsanteil versteuert (§ 22 Abs. 1 Satz 3 a) bb) EStG).

Altverträge und Übergangsfristen

  • Der Gesetzgeber hat lange Übergangsfristen festgelegt, um Doppelbesteuerungen zu vermeiden.
  • So können zwar derzeit die Aufwendungen für die Altersvorsorge nur teilweise als steuermindernd gelten gemacht werden.
  • Andererseits müssen die Rentenzahlungen erst ab dem Jahr 2040 in voller Höhe versteuert werden.