Belege-Chaos adé: So kommen Sie entspannt durch die Steuererklärung

Jedes Jahr das gleiche Spiel: Die Steuererklärung steht vor der Tür und Sie suchen alle Ihre Belege zusammen. Aber was will das Finanzamt überhaupt haben? Welche Unterlagen sind wichtig? Und was ist, wenn genau diese fehlen? Fragen, die Sie sich in Zukunft dank ein paar hilfreicher Ratschläge nicht mehr stellen müssen und somit ohne Probleme durch Ihre Steuererklärung kommen.

Nach der Steuererklärung ist vor der Steuererklärung

Das aufwendigste an der Steuererklärung ist wohl jedes Jahr die Belegsuche. Warten Sie nicht bis kurz vor knapp, um Ihre Unterlagen zusammenzutragen, denn: Kurz nach der Steuererklärung wissen Sie noch, welche Dokumente Sie benötigt haben. Am besten legen Sie sich eine Checkliste an, die Sie im Laufe des Jahres bzw. vor der anstehenden Erklärung abarbeiten. So können Sie neue Belege gleich auf der Liste abhaken und haben immer einen guten Überblick, was Sie schon haben und welche Unterlagen noch fehlen.

Abschreiben erlaubt

Zwar ändern sich jedes Jahr einige Paragraphen des Steuerrechts, aber das Meiste bleibt unverändert. Deswegen dürfen Sie bei der Vorbereitung ihrer Steuererklärung ruhig auf die vom Vorjahr zurückgreifen. Nehmen Sie also die Vorjahreserklärung als Ausgangspunkt. So haben Sie bereits Steuernummer und Identifikationsnummer auf einen Blick, ohne in Ihren Unterlagen herumkramen zu müssen. Zudem können Sie anhand der alten Erklärung auch schon die ersten erforderlichen Unterlagen ausmachen und vorbereiten. Auch der Steuerbescheid vom vergangenen Jahr ist ein hilfreicher Spickzettel: Dort wurden vom Finanzamt Hinweise vermerkt, welche Belege fehlten oder welche im Original eingereicht werden mussten. Damit sehen Sie schnell, was Sie für die nächste Steuererklärung anfordern und bereitlegen müssen. Besonders praktisch ist auch die Erklärung über ELSTER zu machen, da dort die Basisdaten aus dem Vorjahr direkt übernommen werden. Zwar bedeutet die Installation zu Beginn etwas technischen Aufwand, am Ende profitieren Sie davon dann aber in den Folgejahren.

Ein gutes Ablagesystem ist das A und O

Für steuerrelevante Unterlagen gilt: ein gutes Ablagesystem macht’s. Wenn Sie Ihre Belege schon während des Jahres sorgfältig sortieren, ersparen Sie sich bei der Steuererklärung lästiges Suchen. Überlegen Sie sich ein möglichst einfaches Ablagesystem. Beispielsweise können Sie alle Steuerbelege in eine Mappe geben und mit farbigen Post-Its thematisch voneinander trennen oder Sie legen einen Ordner an, der gleich mehrere Jahre beinhaltet. Das hat den Vorteil, dass Sie alle Ihre Unterlagen zur Steuer jederzeit zur Hand haben. Da mittlerweile immer mehr Belege digital kommen, heißt es: ab in die Cloud! Mit Tools wie Microsoft OneNote, Google Notizen oder Evernote können Sie Ihre Dokumente bequem online speichern und jederzeit darauf zugreifen – somit bleibt alles zusammen und nichts geht verloren.