„Beautiful Day“ im Supermarkt

Schon im Eingangsbereich schaffen Supermärkte eine angenehme Einkaufsatmosphäre. Hier befindet sich nämlich oft ein Bäcker: Dessen Waren verströmen einen angenehmen Geruch, der direkt Lust auf ein frisches Brötchen macht. Auch wenn es uns bewusst meist gar nicht auffällt, spielen die Märkte in der Regel Musik und zwar solche, die wir aufgrund der Schläge pro Minute als besonders angenehm empfinden – der Klassiker schlechthin ist das Lied „Beautiful Day“ von U2. Rundum wohl fühlen wir uns bei einer Temperatur von ungefähr 20 Grad und bei angenehm heller, aber nicht zu greller Beleuchtung. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann die optimierte Einkaufsrunde starten.

 

Von links nach rechts

Ganz vorne im Supermarkt befindet sich oft die Gemüseabteilung – unter Fachleuten auch Bremszone genannt. Weil es hier so schön bunt ist und es viele verschiedene Dinge gibt, für die wir uns interessieren, halten wir uns relativ lange in dieser Abteilung auf. So stellt sich unser Einkaufstempo auf langsam und gemütlich ein. Die Runde durch den Markt startet meist gegen den Uhrzeigersinn, denn Experten haben herausgefunden, dass Kunden so mehr kaufen als solche, die die Runde in die andere Richtung starten. Lebensmittel des täglichen Bedarfs wie Milchprodukte oder Fleisch und Wurstwaren befinden sich im Markt ganz hinten. So müssen Sie, wenn Sie eigentlich nur schnell einen Liter Milch besorgen wollen, trotzdem durch den ganzen Markt. Die Chance, dass Sie noch etwas mitnehmen, das gar nicht eingeplant war, steigt. Auf dem Rundgang kommen Sie nämlich an Angebotsständern und Aktionsware vorbei. Bunt dekoriert findet sich zum Beispiel alles, was man für einen Fußballabend mit Freunden braucht – Knabberzeug, Deutschlandfähnchen, Bier, Cola und vieles mehr. Weil die Artikel so verlockend drapiert und praktisch nebeneinander stehen, nehmen wir gleich etwas von allem mit, obwohl wir eigentlich schon drei Deutschlandfahnen zu Hause haben. Vor den Kassen wird es eng und es gibt Süßigkeiten, Kaugummis und Zeitschriften – das ist die sogenannte Quengelzone. Beim Einkauf mit Kindern werden die Nerven der Eltern auf eine harte Probe gestellt, aber auch Erwachsene tappen in die Falle. Je länger Sie an der Kasse warten, umso größer die Wahrscheinlichkeit, dass noch ein Päckchen Kaugummi oder eine Tüte Bonbons im Einkaufswagen landet.

Routine durchbrechen und nach Plan vorgehen

Nicht auf die Tricks und Lockangebote der Supermärkte hereinzufallen ist kein Ding der Unmöglichkeit. Hilfreich ist zum Beispiel eine Einkaufsliste. Schreiben Sie sich zu Hause auf, was Sie kaufen wollen und weichen Sie dann nicht von der Liste ab. Um die Einkaufsroutine zu durchbrechen, können Sie auch andersherum durch den Markt gehen. Bei den einzelnen Produkten lohnt es sich zudem, nicht nur auf den ausgeschriebenen Verkaufspreis sondern auf den Preis pro 100 Gramm zu achten. Vermeintliche Schnäppchen entpuppen sich dann oft als Preisfalle.

Dank unserer Tipps freut sich in Zukunft beim Einkauf hoffentlich auch Ihr Geldbeutel, weil Sie keine Lebensmittel mehr kaufen, die Sie eigentlich gar nicht brauchen und die deswegen auch oft im Müll landen.