Vorsicht, Einbrecher!

Die Zahl der Einbrüche in Deutschland steigt alarmierend schnell. Doch Bewohner können vorbeugend sehr viel tun, um den Langfingern den Weg ins Haus so mühsam wie möglich zu machen. Die Erfahrung der Polizei zeigt, dass rund ein Drittel aller Einbruchversuche erfolglos bleibt, weil meist nicht Profis mit schwerem Gerät am Werk sind, sondern Gelegenheitstäter, die mit einfachsten Mitteln schlecht gesicherte Türen oder Fenster aufbrechen.

Ein Dieb wird immer den Weg des geringsten Widerstands suchen. Unverschlossene Haustüren oder gekippte Fenster sind eine Einladung für die Täter. Aber auch schlecht gesicherte Nebeneingänge und Kellerlichtschächte sind für Einbrecher kein großes Hindernis. Zusätzlich dienen Hecken und Sträucher oder schlecht beleuchtete Hinterhöfe nicht nur den Bewohnern als Sichtschutz, sondern leider auch Einbrechern.

Bieten Sie Langfingern möglichst wenige Gelegenheiten, in Ihr Heim zu gelangen. Lassen Sie Fenster niemals gekippt und verriegeln Sie Eingangstüren immer zweimal. Absperrbare Zusatzsicherungen, Rollläden mit Aufschiebeschutz und selbstverriegelnde Garagentore erschweren den Tätern ihr Handwerk. Sichern Sie Kellerschächte und Kellerfenster außerdem mit gut verankerten, massiven Gittern. Lassen Sie bei Neu- und Umbauten geprüfte und zertifizierte einbruchhemmende Türen einbauen. Bei diesen gibt es in der Gesamtkonstruktion von Türblatt, Zarge, Schloss und Beschlag keinen Schwachpunkt.

Bringen Sie im Garten oder Eingangsbereich helle Scheinwerfer an, die an Bewegungsmelder gekoppelt sind. Das schreckt ab! Noch mehr Sicherheit bietet ein modernes Alarmsystem. Hier sollten Sie sich von Profis beraten lassen.

Überquellende Briefkästen, verwelkte Blumen oder dauerhaft runtergelassene Rollläden signalisieren die Abwesenheit der Bewohner. Das kann so mancher Einbrecher als Einladung verstehen. Daher sollten Sie sich darum kümmern, dass das Haus auch im Urlaub oder bei einem längeren Krankenhausaufenthalt für Fremde bewohnt wirkt. Bitten Sie Verwandte oder Nachbarn darum, regelmäßig die Rollläden hoch- und runterzulassen, Blumen zu gießen und den Briefkasten zu leeren. Wer keinen Housesitter findet, kann auf Zeitschaltuhren zurückgreifen, die zu bestimmten Zeiten Lampen im Haus angehen lassen und die Jalousien bewegen. Vergessen Sie nicht, vor der Abreise mögliche Einstiegshilfen wegzustellen: Steht im Garten eine Leiter herum oder türmen sich Kisten, wird dem Dieb der Einstieg erleichtert.

Ganz wichtig: Verstecken Sie draußen keine Schlüssel. Die Gefahr, dass diese von unerwünschten Eindringlichen gefunden werden, ist zu groß. Sollten Sie den Schlüssel einmal verlieren, empfiehlt es sich, den Schließzylinder auszuwechseln.

Kommt der Einbrecher am Ende doch ans Ziel, sollten Sie umgehend Kontakt zur Polizei und zu Ihrer Hausratversicherung aufnehmen. Diese erstattet die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und Reparaturen, beispielsweise wenn Fenster aufgebrochen wurden. Achtung: Wer allzu leichtfertig mit der Sicherung seines Hauses umgeht und beispielsweise die Fenster immer gekippt lässt, riskiert Abzüge bei der Erstattung!

Kostenlose Sicherheitsanalyse von der Polizei

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, informiert sich bei einer kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Die Experten schauen sich kostenlos die Situation vor Ort an und empfehlen passende Vorkehrungsmaßnahmen. Hier finden Sie eine Übersicht über die Beratungsstellen: www.polizei-beratung.de.