Auf und davon – Tipps für Bewerbungen ins Ausland

Andere Länder, andere Sitten – wer ins Rennen für eine Stelle im Ausland geht, sollte die dort geltenden Bewerbungsgepflogenheiten kennen. In aller Regel bestehen Bewerbungen auch im Ausland aus Anschreiben und Lebenslauf. Die Unterschiede liegen in den Details, etwa, ob Sie ein Foto mitschicken müssen, welche Inhalte der Lebenslauf enthält oder welche Unterlagen zusätzlich verlangt werden. Erkundigen Sie sich deshalb genau, worauf Sie bei der Bewerbung in Ihrem Wunschland achten müssen. Wir haben Ihnen einige Beispiele zusammengestellt.

Das Anschreiben

Zu jeder Bewerbung – auch im Ausland – gehört ein Anschreiben, in dem Sie Ihre Motivation sowie Ihre Eignung für die Stelle verdeutlichen. Der Text sollte natürlich in der Landessprache geschrieben sein, zumindest aber in Englisch. Bleiben Sie dabei knapp und präzise, denn das Dokument sollte nicht länger als eine Seite sein. In einigen Ländern, etwa Frankreich, wird das Anschreiben sogar noch handschriftlich verlangt. Achten Sie besonders darauf, dass der Text keine Rechtschreib- und Grammatikfehler enthält und den landesüblichen Formatierungsregeln, etwa beim Briefkopf oder der Datumsschreibweise, entspricht. Auch bei der Formulierung sollten Sie sich dem jeweiligen Land anpassen: Während Sie für US-amerikanische Adressaten ruhig dicker auftragen können, sollten Sie sich in Großbritannien etwas zurückhaltender ausdrücken. In China wird sogar großer Wert auf eine bescheidene und höfliche Formulierung gelegt.

Der Lebenslauf

Auch der Lebenslauf ist für jede Bewerbung ein Muss. Der Aufbau und die Inhalte können sich von Land zu Land grundsätzlich unterscheiden. Das beginnt schon bei der Überschrift: In England heißt der Lebenslauf „Curriculum Vitae“ oder abgekürzt „C.V.“, in den USA „Resume“ und in Frankreich ist gar keine Überschrift notwendig. Auch hinsichtlich des Bewerbungsfotos gibt es Unterschiede: Während in einem Großteil des europäischen Auslands und den USA kein Bild erforderlich ist, wird dies in den südeuropäischen Ländern im Mittelmeerraum sowie Frankreich immer noch gewünscht. Anders als in Deutschland reicht hier aber ein einfaches Passfoto. Der Lebenslauf erfolgt meist in tabellarischer Form und stellt die wichtigsten Stationen Ihres Werdegangs vor. Die Reihenfolge der einzelnen Punkte variiert in den jeweiligen Ländern: Mal wird bei der aktuellsten Tätigkeit begonnen, mal bei der am weitesten zurückliegenden. Erkundigen Sie sich, welcher Aufbau in Ihrem Zielland üblich ist. Ein wichtiger Punkt für die USA: Angaben zu Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Religion etc. haben in einem Lebenslauf nichts zu suchen. Wegen der strengen Antidiskriminierungsgesetze wird nämlich in den Vereinigten Staaten viel Wert auf eine möglichst neutrale Bewerbung gelegt. Auch in Großbritannien sind Angaben zu Religion, Familienstand oder gar dem Beruf der Eltern unüblich. Achten Sie zudem darauf, Berufsbezeichnungen nicht nur wortwörtlich zu übersetzen. Viel wichtiger ist es, in der Fremdsprache den genauen Tätigkeitsbereich korrekt wiederzugeben.

Zeugnisse und Referenzen

Deutsche Bewerbungen können durch die vielen Arbeits- und Abschlusszeugnisse, die mitgeschickt werden müssen, schon häufig zu sehr umfangreichen Dokumenten werden. Im Ausland haben Sie es leichter, denn Zeugnisse spielen hier kaum eine Rolle. Sollten diese Nachweise trotzdem verlangt werden, sollten Sie diese als beglaubigte Übersetzungen in der Landessprache beilegen. Viel wichtiger sind bei internationalen Bewerbungen Referenzen von ehemaligen Vorgesetzten, Kollegen, Professoren oder Lehrern. Diese werden in der Bewerbung üblicherweise nur aufgelistet und auf Nachfrage eingereicht.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der internationalen Jobsuche!