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Altersflecken - Länger selbstbestimmt leben

Länger selbstbestimmt leben.

Facebook und Co.: Verhängnisvolle Spuren im Netz

Die Mitgliedschaft in den sozialen Netzwerken ist mittlerweile für viele ein Muss. Die User teilen ihre Interessen, halten den Kontakt zu alten und neuen Freunden aufrecht, organisieren Partys oder teilen die neuesten Bilder ihres Urlaubs, Autos, Partners oder Kindes. Aber haben Sie sich eigentlich schon einmal Gedanken gemacht, welche Spuren Sie in den Netzwerken hinterlassen und welche Folgen dies nach sich ziehen kann? So manch lustiges Partyfoto oder die Mitgliedschaft in einer Scherzgruppe wie „Wer säuft, kann auch blau machen“ kommen beim (zukünftigen) Arbeitgeber oder Geschäftspartner vielleicht nicht so gut an.

Die virtuelle Cocktailparty

Stellen Sie sich vor, Sie und all ihre Kontakte befinden sich auf einer Cocktailparty. Würden Sie jedem alle Details Ihres Lebens verraten? Welche Hobbys Sie haben, wo Sie zur Schule gegangen sind oder welche Sendungen Sie abends gerne ansehen, sind vielleicht noch relativ unproblematische Informationen. Aber würden Sie jedem ein Bild Ihrer Kinder zeigen? Würden Sie wilde Partyfotos herumreichen, wenn Ihr Chef dabei zusehen kann? Oder würden Sie laut herausposaunen, wo Sie wohnen und dass Sie demnächst zwei Wochen in Urlaub fahren, selbst wenn es Einbrecher mitbekommen könnten? Nein, sicher nicht. Legen Sie deshalb in Ihren Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook, Xing und Co. genau fest, wer Einsicht in welche Informationen hat. Hilfreich ist beispielsweise, Ihre Kontakte bei Facebook in verschiedene Listen oder bei Google+ in verschiedene Kreise einzuteilen, etwa „gute Freunde“, „Familie“ oder „Bekannte“ und Ihre Inhalte nur für bestimmte Gruppen sichtbar zu machen. Machen Sie sich bewusst, in welcher Rolle Sie in einem sozialen Netzwerk auftreten wollen. Möchten Sie sich als Privatperson mit Ihren Freunden und Bekannten vernetzen oder suchen Sie berufliche Kontakte? Ziehen Sie hier eine klare Grenze. Sie können sich beispielsweise ein privates Profil auf Facebook und ein geschäftliches Profil auf Xing anlegen.

Einmal gepostet, immer gepostet

Gepostete Bilder oder Videos lassen sich nicht mehr komplett aus dem Netz nehmen! Sie können sie zwar von Ihrem Profil oder aus Ihrer Bildergalerie löschen, aber wer weiß, ob sich nicht jemand Ihr Bild heruntergeladen hat. Darauf, was diese Person damit macht, haben Sie keinerlei Einfluss. Überlegen Sie deshalb lieber zweimal, ob Sie das Bild oder das Video wirklich hochladen wollen und denken Sie auch darüber nach, ob es eventuell negative Konsequenzen für Sie haben könnte, wenn es in falsche Hände gerät. Wenn Sie Ihre Urlaubsbilder mit Ihren Lieben teilen wollen, empfehlen sich kostenlose File-Sharing-Dienste wie Dropbox oder Sendspace als Alternativen. Denken Sie auch an die Bilder von Ihnen, die Ihre Freunde oder Bekannte online stellen. Mithilfe der Markierungsfunktion (zum Beispiel bei Facebook) können Ihre Kontakte angeben, wer auf den Bildern zu sehen ist. Auch ein Link auf Ihr Profil ist möglich. Sie können in den Privatsphäre-Einstellungen festlegen, dass Sie Ihre Zustimmung geben müssen, wenn Sie jemand verlinken will. So haben Sie Kontrolle darüber, auf welchen Bildern sie markiert werden.

 

Werbung – perfekt platziert bringt die meiste Kohle

Wussten Sie, dass soziale Netzwerke ihr Geld durch Werbung verdienen? Je höher die Chancen stehen, dass eine Werbeanzeige auch die beabsichtigte Zielgruppe trifft, desto mehr Geld können die Anbieter dafür verlangen. Deshalb werden in den meisten sozialen Netzwerken die User-Informationen wie Alter, Geschlecht oder Interessen gesammelt, um die Werbe-Platzierung zu optimieren. Auch besuchte Seiten oder eingetippte Suchbegriffe, die in sogenannten Cookies als temporäre Dateien auf Ihrem Rechner gespeichert werden, können ausgelesen werden. So erhalten die Netzwerke mit der Zeit ein umfassendes Bild von Ihrer Person. Lesen Sie deshalb die Datenschutzrichtlinien sehr aufmerksam und informieren Sie sich, was der Anbieter mit Ihren angegeben und ausgelesenen Daten machen darf. Falls möglich, verbieten Sie die zielgruppenspezifische Werbung und löschen Sie regelmäßig die gespeicherten Cookies. Wie das funktioniert, finden Sie auf den Hilfeseiten Ihres Webbrowsers.

Viele Deutsche sind immer noch zu unvorsichtig, was ihre privaten Angaben im Netz betrifft. Stellen Sie sich beim Posten deshalb immer die Frage: Würde es Ihnen etwas ausmachen, diesen Beitrag morgen auf der Titelseite Ihrer Tageszeitung zu sehen? Seien Sie im Zweifelsfall lieber sparsamer mit Ihren Daten – Informationen und Inhalte, die Sie nicht angeben, können auch nicht an die falschen Adressaten geraten oder zu Werbezwecken missbraucht werden.