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Altersflecken - Länger selbstbestimmt leben

Länger selbstbestimmt leben.

Ihr Mietvertrag - erst prüfen, dann unterschreiben

Jeder, der schon einmal umgezogen ist, weiß, wie anstrengend die Suche nach einem neuen Zuhause sein kann. Wenn es dann schließlich mit der neuen Wohnung klappt, ist der Mietvertrag für die meisten nur noch reine Formsache. Damit aber später keine bösen Überraschungen auf Sie warten, sollten Sie sich Zeit nehmen und den neuen Mietvertrag gründlich durchlesen und überprüfen.

Schwarz auf weiß

Wussten Sie, dass theoretisch auch ein mündlicher Mietvertrag rechtsgültig wäre? Dennoch – halten Sie die Inhalte des Vertrags auf alle Fälle schriftlich fest. Damit sind Sie auf der sicheren Seite. Achten Sie darauf, dass zumindest die Namen von Mieter und Vermieter, die genaue Wohnung und deren Adresse, die Höhe der Miete und der Beginn des Mietverhältnisses angeben werden.

Befristung nur noch in Ausnahmefällen

Grundsätzlich ist in Deutschland jeder Mietvertrag unbefristet, sofern nichts anderes im Vertrag angegeben ist. Befristete Mietverhältnisse sind nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Für Mieter beträgt die Kündigungsfrist in der Regel drei Monate. Je länger Sie in einer Wohnung leben, desto länger ist auch die Frist, mit der der Vermieter Ihnen kündigen kann – vorausgesetzt Sie zahlen Ihre Miete pünktlich.

Unter der Lupe

Ein zentraler Bestandteil des Mietvertrags ist die Höhe der Mietkosten, die Sie in Zukunft zu zahlen haben. Überprüfen Sie die Angaben dazu genau: Ist die Kaltmiete realistisch oder im Vergleich zum örtlichen Durchschnitt zu hoch? Sind Mieterhöhungen für die nächsten Jahre vorgesehen, beispielsweise in Form einer Staffelmiete? Wie viele Quadratmeter sind im Mietvertrag angeben? Wie hoch sind die Nebenkosten und was ist darin enthalten? Checken Sie auch, welche Posten bei der Berechnung der Nebenkosten aufgeführt sind. Die Heizkosten sind beispielsweise nicht immer automatisch darin enthalten. Fehlen diese, warten unter Umständen hohe Nachzahlungen auf Sie. Außerdem darf Ihnen der Vermieter nur bestimmte Ausgaben als Nebenkosten berechnen. Kosten für Bankkonten, Reparaturen oder die Verwaltung sind nicht zulässig.

Lumpi, Hansi und Co.

Sie haben ein Haustier oder überlegen, eines bei sich aufzunehmen? Dann Sollten Sie genau aufpassen, ob und welche Tiere in der Wohnung erlaubt sind und ob Sie Ihren Vermieter darüber informieren müssen.

Wer muss renovieren und wer zahlt dafür?

Schönheitsreparaturen wie Streichen müssen Sie als Mieter nur dann durchführen, wenn im Mietvertrag eine sinngemäße Klausel wie „Renovierung ist Mietersache“ enthalten ist. Wann ein neuer Anstrich zu erfolgen hat, darf der Vermieter im Vertrag nicht exakt vorgeben. Er kann lediglich Anhaltspunkte geben. Achten Sie auch darauf, ob Sie laut Mietvertrag dazu verpflichtet werden, Kosten für Kleinreparaturen, wie beispielsweise defekte Wasserhähne oder Fenstergriffe, selbst zu übernehmen.

Ist doch „nur“ eine Unterschrift

Wenn Sie zusammen mit Ihrem Lebenspartner eine Wohnung mieten oder eine WG gründen wollen, sollten Sie sich genau überlegen, wer den Mietvertrag unterschreibt. Alle Unterzeichner des Vertrags sind dafür verantwortlich, dass die Pflichten erfüllt werden. Zieht also ein Bewohner aus, bedeutet das noch lange nicht, dass er nichts mehr mit der Wohnung zu tun hat. Wird die Miete nicht bezahlt, muss auch er dafür gerade stehen und schlimmstenfalls die Schulden begleichen – aber eben nur, wenn auch er den Mietvertrag unterzeichnet hat.

Ein Mietvertrag ist mehr als reine Formsache. Deshalb sollten Sie ihn genau lesen und auf Details achten. Wenn Sie auf Ungereimtheiten stoßen oder Fragen haben, helfen die örtlichen Mietervereine weiter. Unterschreiben Sie erst, wenn Sie sich wirklich sicher sind. Für einen ungetrübten Start im neuen Zuhause.