Das ist neu 2016

Ab zum Facharzt

Gesetzlich Krankenversicherte haben ab dem 1. Januar 2016 Anspruch auf einen zeitnahen Termin bei einem Facharzt. Wer sich bei den neu eingerichteten Termin-Servicestellen meldet, soll innerhalb einer Woche einen Termin vermittelt bekommen. Sollte die Wartezeit länger als vier Wochen betragen, haben Sie ein Recht darauf, sich im Krankenhaus behandeln zu lassen.

Mehr Porto, weniger Roaming-Gebühren

Schon das vierte Mal seit 2012 dreht die Post an der Preisschraube beim Porto. Ein Standard-Brief kostet seit dem 1. Januar 70 Cent statt 62. Ein Großbrief ab 500 Gramm wird mit 3,55 Euro um 10 Cent teurer. Nichts ändert sich beim Porto für einen Kompaktbrief sowie einen Großbrief bis 500 Gramm. Wie immer können Marken-Restbestände mit Ergänzungsmarken aufgebraucht werden.

Günstiger wird dagegen das Telefonieren mit dem Handy innerhalb der Europäischen Union. Ab dem 30. April dürfen für Telefonate aus dem EU-Ausland nur maximal 5 Cent pro Minute inklusive Mehrwertsteuer auf den Inlandspreis aufgeschlagen werden. Für SMS sind es 2 Cent und pro Megabyte genutztes Datenvolumen ebenfalls 5 Cent Aufschlag.

Kindergeld und Unterhalt

Das Kindergeld steigt ab dem 1. Januar 2016 um zwei Euro pro Kind. Ebenfalls neu ab 2016: Für die Auszahlung brauchen die Familienkassen unbedingt die Steuer-ID der Eltern sowie der Kinder. Keine Angst: Familien, deren Identifikationsnummern noch nicht hinterlegt sind, werden von der zuständigen Behörde kontaktiert. Auch die Düsseldorfer Tabelle wurde zum 1. Januar aktualisiert. Darin ist festgelegt, wie hoch der Mindestunterhalt für Kinder ist, die nicht im eigenen Haushalt leben. Das sind ab dem Jahreswechsel für das erste und zweite Kind 239 Euro (0–5 Jahre), 289 Euro (6–11 Jahre) bzw. 354 Euro (12–17 Jahre).

Bye bye Bankleitzahl und Kontonummer, hallo Girokonto für jedermann

Was seit dem 1. August 2014 schon für Unternehmen und Vereine gilt, trifft seit dem 1. Februar auch Privatkunden. Für Überweisungen können Sie seitdem nur noch die 22-stellige IBAN-Nummer verwenden. Die Banken dürfen seit dem Stichtag keine Überweisungen mehr ohne diese Nummer tätigen – wenn Sie also bei Überweisungen noch Kontonummer plus Bankleitzahl nutzen, riskieren Sie, in Zahlungsverzug zu kommen.

Ab Mitte des Jahres soll es zudem wirklich jedem möglich sein, ein Girokonto zu eröffnen, also auch Flüchtlingen und Obdachlosen. Diese werden bisher nur von wenigen Sparkassen und Volksbanken als Kunden akzeptiert. Mit dem geplanten Gesetz wird die neue EU-Zahlungskonten-Richtlinie umgesetzt, nach der jeder legale EU-Bürger ein Recht auf ein eigenes Girokonto haben soll. Spätestens zum 18. September muss hier alles in trockenen Tüchern sein.

Energiesparen und Umwelt schonen

Zum Jahreswechsel hat sich auch die Energieeinsparverordnung (EnEV) für Häuslebauer verschärft. Wer ab diesem Stichtag einen Bauantrag einreicht, muss strengere Normen in Sachen Energiebedarf, Wärmeschutz und -dämmung sowie Heizsysteme erfüllen.

Der 1. September 2016 bedeutet den endgültigen Abschied von der guten alten Glühbirne. Sie darf ab diesem Datum nicht mehr verkauft werden, sondern nur noch Leuchtmittel der Effizienzklassen A und B. Wer sein Handy oder seinen Toaster loswerden will, kann diesen ab dem 24. Juli nicht mehr nur bei den kommunalen Sammelstellen entsorgen, sondern auch in großen Elektrogeschäften. Filialen ab 400 Quadratmeter Ladenfläche müssen auf alle Fälle kleinere Elektrogeräte wie Handys kostenlos zurücknehmen, größere Geräte wie den Fernseher beim Kauf einen neuen gleichwertigen Produkts.