Das ist neu 2017!

Es gibt einen zusätzlichen Feiertag

In Deutschland sind Feiertage nicht bundes-, sondern länderweit einheitlich geregelt. Beispielsweise ist der 6. Januar nur in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt frei, wohingegen der Buß- und Bettag nur in Sachsen ein gesetzlicher Feiertag ist. 2017 gibt es jedoch ausnahmsweise deutschlandweit einen freien Tag mehr: den Reformationstag am 31. Oktober (In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist dieser immer ein gesetzlicher Feiertag). Der Überlieferung zufolge jährt sich die Einleitung der Reformation durch Martin Luther an diesem historischen Tag zum 500. Mal. Im Jahr 1517 schlug Martin Luther die 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg.

Der Mindestlohn steigt

Von den Feiertagen zu den Werktagen: 2017 wird der Mindestlohn erhöht. Zum 1. Januar stieg er um 34 Cent. In Deutschland erhalten alle volljährigen Arbeitnehmer also ab sofort statt 8,50 Euro einen Mindest-Stundenlohn von 8,84 Euro brutto. Hiervon ausgenommen sind Auszubildende und Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten ihrer Beschäftigung nach Beendigung der Arbeitslosigkeit.

Neue Regelung zur Bildung von Rettungsgassen

Auch im Straßenverkehr ändert sich einiges. So gibt es etwa ein neues System zur Bildung von Rettungsgassen auf Autobahnen sowie außerorts auf Straßen mit mindestens zwei Fahrspuren pro Richtung. Ab Januar 2017 gilt: Sobald sich ein Stau bildet, Autos nur noch Schrittgeschwindigkeit fahren können oder sogar stehen bleiben müssen, ist die Bildung einer Rettungsgasse nach einem neuen Schema Pflicht. Hierfür sollen alle Fahrzeuge auf der linken Fahrspur an den äußersten linken Rand fahren und alle anderen Autos sich rechts einordnen. Bisher wurde die Rettungsgasse immer in der Mitte der Fahrbahn gebildet- unabhängig von der Anzahl der Spuren. Die neue Regelung soll jetzt für mehr Klarheit bei den Autofahrern sorgen, wo diese hinfahren müssen.

Änderungen für Radfahrer

Ab 2017 gilt für Radfahrer das Ampellichtsignal der Autofahrer. Bisher war für Radfahrer immer, sofern vorhanden, die Fußgängerampel wegweisend. Auf gekennzeichneten Fahrradwegen mit eigenen Fahrradampeln gelten diese jedoch nach wie vor.
Zusätzlich sollen ab 2017 E-Bikes bis Tempo 25 auf den Radwegen fahren. Hierfür gibt es ein neues Verkehrsschild mit dem Hinweis „E-Bikes erlaubt“. Doch nicht alle Elektrofahrräder betrifft die neue Regelung: Die schnelleren S-Pedelecs mit einer Unterstützung bis 45 km/h dürfen nach wie vor nur auf der Straße fahren.
Auch für fahrradfahrende Eltern ändert sich etwas: Bisher mussten sie neben ihren kleinen Kinder auf dem Radweg oder auf der Straße herfahren, während die Kinder den Fußweg nutzen durften. Ab sofort dürfen Eltern ebenfalls den Gehweg nutzen, um an der Seite ihrer Kinder zu bleiben.
 

Strom wird teurer

Zur Förderung von Strom aus Sonne und Windkraft müssen Verbraucher 2017 tiefer in die Tasche greifen. Denn die Ökostrom-Umlage (EEG-Umlage) wird von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde erhöht. Der Preis ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Preis, den die Stromerzeuger für ihren Strom bekommen und den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom. Verbraucher zahlen die Umlage über ihre Stromabrechnung.

Der digitale Stromzähler kommt

Ab einem Verbrauch von 6.000 Kilowattstunden pro Monat sollen ab diesem Jahr intelligente digitale Stromzähler eingebaut werden. Großkunden sparen sich somit das Stromablesen, da die ermittelten Daten direkt an den Netzbetreiber geschickt werden. Ab 2020 sollen die digitalen Stromzähler dann auch für private Haushalte mit einem geringeren Stromverbrauch kommen. Verbraucher haben hier kein Mitspracherecht, sondern müssen den Einbau eines neuen Stromzählers akzeptieren. Datenschützer schlagen jetzt schon Alarm, denn Netzbetreiber werden mit den internetfähigen Stromzählern genau nachvollziehen können, wann in Haushalten Wäsche gewaschen und wann abends das Licht ausgemacht wird.