Grippeimpfung – die wichtigsten Infos

Hohes Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit, Schwäche und Schweißausbrüche – im Gegensatz zu einer „normalen“ Erkältung kommt die Virusgrippe (Influenza) plötzlich und verläuft viel schwerer. Während Sie bei einer Erkältung in der Regel nach wenigen Tagen wieder auf dem Damm sind, kann es nach einer Grippe länger dauern, bis Sie wieder fit sind. Gerade ältere Menschen, Schwangere oder Personen, deren Immunsystem generell geschwächt ist, stecken die Grippe nicht ohne weiteres weg. Hier kann es schnell zu lebensbedrohlichen Komplikationen kommen, beispielsweise zu einer Lungenentzündung.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt daher für bestimmte Risikogruppen, sich unbedingt gegen Grippe impfen zu lassen. Dazu gehören Menschen über 60, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Kinder und Erwachsene mit bestimmten Grunderkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Angina pectoris etc.), chronischen Lungenerkrankungen (Asthma oder COPD), Stoffwechselerkrankungen (Diabetes), Leber- und Nierenerkrankungen sowie neurologischen Erkrankungen (beispielsweise Multiple Sklerose). Daneben zählen auch Leukämiepatienten, Personen mit einer Organtransplantation sowie HIV-Infizierte zur Risikogruppe. Schwangere sollten sich ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel impfen lassen. Sinnvoll ist die Grippeimpfung auch, wenn Sie viel mit anderen Menschen in Kontakt kommen, beispielsweise als Arzt, Krankenschwester, Pflegekraft, Busfahrer oder Lehrer.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Impfung?

Erfahrungsgemäß erreicht die Grippewelle zum Jahreswechsel bis etwa Februar ihren Höhepunkt. Deswegen sollten Sie sich am besten zwischen September und November impfen lassen, denn der Impfstoff benötigt ca. 10 bis 14 Tage, bis er seine ganze Wirkung entfaltet. Da es viele verschiedene Arten von Grippeviren gibt, schützt die Impfung leider nur zu 80 Prozent. Doch selbst wenn es Sie erwischt, verläuft die Krankheit so viel milder und es kommt kaum noch zu Komplikationen. Für die Risikogruppen ist der Pieks also trotzdem auf alle Fälle ein Muss. Übrigens sollten Sie sich jedes Jahr neu impfen lassen, denn die Viren „lernen“ dazu und verändern ihre Erbinformationen und Oberfläche so, dass sie gegen den Wirkstoff aus dem letzten Jahr immun sind.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Die Grippeimpfung ist in der Regel gut verträglich, dennoch berichten einige Patienten von Schwellungen oder Hautreizungen an der Einstichstelle, von Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder leichtem Fieber sowie von Magen-Darm-Problemen. Achtung: Sollten Sie gegen Hühnereiweiß allergisch sein, teilen Sie das bitte unbedingt Ihrem Arzt mit. Denn der Standard-Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet, es gibt jedoch auch eine Hühnereiweiß-freie Variante.

Zahlt die Krankenkasse?

Die Kosten für die Impfung liegen zwischen 20 und 30 Euro. Diese werden von den Krankenkassen auf alle Fälle für Personen übernommen, die zu den oben genannten Risikogruppen gehören. Immer mehr Kassen übernehmen sie aus Kulanz aber auch für alle Patienten – hier lohnt es sich, einfach mal nachzufragen.

Übrigens: Die Grippeimpfung wirkt leider nur gegen die Virusinfluenza. Erkältungen werden durch Bakterien ausgelöst. Hier hilft nur: Häufiges Händewaschen und genügend Abstand zu kranken Mitmenschen.

Kommen Sie gesund durch den Winter.