Das ewige Leid: Ich habe Rücken

Natürlich müssen Sie bei Rückenschmerzen nicht sofort ans Allerschlimmste denken. Dennoch sollten Sie herausfinden, woher der Schmerz kommt, um ihn schnell in den Griff zu bekommen. In den allermeisten Fällen sind strapazierte Muskeln und Bänder die Verursacher. Aber auch Wirbelsäulenverschleiß oder die Bandscheiben stehen auf der Hitliste ganz oben. Dabei hängen körperliche und psychische Ursachen zusammen.

Entspannen Sie!

Häufig steckt Stress in Form von übertriebenem Ehrgeiz, Termindruck oder Angst hinter Rückenschmerzen. Machen Sie sich einfach mal locker und versuchen Sie abzuschalten. Im Büroalltag geht das am besten mit spezieller Bürogymnastik. Sie benötigen dafür nur wenige Minuten. Online finden Sie zahlreiche Rückenschulungen, die Bild für Bild erklären, wie Sie am Schreibtisch mit minimalem Aufwand große Veränderungen erzielen können.

Traditionelle Entspannungskurse aus Asien wie Yoga, Tai Chi und Qi Gong bietet mittlerweile fast jede Volkshochschule an. Auch Pilates und Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (PME) erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Bei der PME werden alle Muskelpartien nacheinander an- und wieder entspannt. Im Idealfall erreichen Sie so einen Zustand zwischen Wachsein und Schlafen, der unglaublich beruhigend wirkt. Und das Beste: Die positive Wirkung auf Muskeln & Co. hält Stunden an.

Wer rastet, der rostet

Jetzt reden wir mal Tacheles: Wieviel bewegen Sie sich wirklich? Nehmen Sie die Treppe, wenn nebenan der Aufzug wartet? Fahren Sie mit dem Fahrrad zum Supermarkt oder setzen Sie sich doch schnell ins Auto? Nutzen Sie die Mittagspause für einen kleinen Spaziergang oder bleiben Sie auf dem Kantinenstuhl kleben?
Wenn Sie den Rückenschmerzen den Kampf angesagt haben, müssen Sie Ihren inneren Schweinehund besiegen. Werfen sie alte, liebgewonnene Gewohnheiten über Bord. Die Neandertaler, unsere Vorfahren aus der Steinzeit, waren Jäger und Sammler. Am Tag legten sie bis zu 20 Kilometer zurückgelegt, um genügend Nahrung zu finden. Heute laufen wir Deutschen im Durchschnitt nur noch 800 Meter pro Tag. Unser Körper rostet regelrecht ein. Es ist zudem sehr wichtig, immer den gesamten Bewegungsapparat zu trainieren, also auch die Pomuskeln, die Oberschenkel- und Bauchmuskulatur. Dafür geeignet sind vor allem Ausdauer-Sportarten wie Joggen, Nordic Walking, Wandern, Spazierengehen oder Schwimmen, bei denen es vor allem um die ruhige, gleichmäßige Bewegung geht. Viele Fitnessstudios bieten auch extra Rückenschulen an, die von einigen Krankenkassen bezuschusst werden.
 

Neues und Altes – Tipps zum Schluss

Stehen Sie auf modernste Technik? Dann sind Fitness-Armbänder etwas für Sie. Das Armband misst, wie viele Schritte Sie am Tag zurücklegen. Netter Nebeneffekt: Gleichzeitig werden Herzfrequenz und Uhrzeit angezeigt. Oder schwören Sie eher auf alte Hausmittel? Dann gönnen Sie sich ein warmes Bad, Wärme kann bei leichten Verspannungen wahre Wunder bewirken. Vertrauen Sie der Alternativmedizin? Wenn ja, gibt’s rezeptfreie, natürliche Arzneimittel gegen Rückenschmerzen, die keine Nebenwirkungen verursachen, in Ihrer Apotheke. Bei schwerwiegenderen, chronischen Fällen, also wenn die Schmerzen länger als zwölf Wochen anhalten, ist der Gang zum Physiotherapeuten und/oder Orthopäden unvermeidbar.